30. Juni 2008

Der Häuserkampf in Basel geht weiter @ ch

Die seit 6 jahren leerstehende Aktienmühle an der Gärtnerstrasse in Basel wurde am 29.06. besetzt. Etwa eine Stunde nach der erfolgreichen Besetzung waren schon die ersten Kastenwagen im Anmarsch. Die Besetzer_innen verbarrikadierten den Eingang und schmückten das Eingangstor mit dem Transparent "seid sand im getriebe". Als die Polizei zwanzig Minuten später mit grossem Aufgebot antanzte, wurden sie von den Besetzer_innen mit einem weiteren Transparent begrüsst. Viele Schaulustige säumten die Strasse. Als sich eine Gruppe von Sympatisant_innen mit Wasser und Lebensmitteln näherte, eskalierte die Lage. Die Polizei griff agressiv durch und setze Hunde, Schlagstöcke und Pfefferspray ein. Mehrere Menschen wurden verletzt und festgenommen. Im Verlaufe des Montags (30.6.) wurde das Haus von der Polizei gemäss Berichten geräumt.

Gleichzeitig scheint die Villa Rosenau nun definitv nicht geräumt zu werden. In einem Brief an die Villa Rosenau schrieb Regierungsrätin Schneider, dass die Villa vorläufig bleiben kann und dass für die Nutzung des Areals höchstens einen symbolischen Betrag zahlen müssen. Eine Demonstration wurde darauf abgesagt; das Camp bei der Villa Rosenau findet allerdings statt. "Weiterhin sind jedoch viele Freiräume bedroht und neue Häuser zu besetzen ist mit zunehmender Repression immer schwieriger. Deshalb bleibt unser Anliegen nach Freiraum bestehen. Wir solidarisieren uns mit La Biu in Biel und der Hegistrasse in Winterthur. Des weiteren solidarisieren wir uns mit den Freiraumkämpfen in Barcelona, Berlin und Kopenhagen. Weiterhin sind jedoch viele Freiräume bedroht und neue Häuser zu besetzen ist mit zunehmender Repression immer schwieriger. Deshalb bleibt unser Anliegen nach Freiraum bestehen. Wir solidarisieren uns mit La Biu in Biel und der Hegistrasse in Winterthur. Des weiteren solidarisieren wir uns mit den Freiraumkämpfen in Barcelona, Berlin und Kopenhagen."
Dieser Artikel wurde am 30. Juni 2008 um 9:35 Uhr von ((i)) veröffentlicht.

26. Juni 2008

反G8サミット北海道 - Global Action gegen G8 in Hokkaido @ at

Alle Jahre wieder treffen sich die mächtigsten 8 Staaten der Welt zur Weihe der globalen Herrschaft. Jedoch spätestens mit Genua ist ein Phänomen der dirketen Aktion gegen dieses Treffen enstanden, welche mittlerweile weit über die NoG8-Action seine Bedeutung für den globalen und lokalen Kampf gegen Kapitalismus und jegliche Form von Herrschaft enzündet: eine andere Welt ist notwendig. [...]

+++ Berichte +++

Der NoG8-Protest begann dieses Jahr in Japan mit dem 12.Juni als die Polizei wegen dem Treffen der G8-Finanzminister einen Protest von ArbeiterInnen in Nishinari nicht tolerieren wollte. Dies führte zu Auschreitungen, die 5 Nächte andauerten [Bericht | Video].

Am Sonntag 30.Juni kam es in Tokyo zu zwei Demonstration, an denen insgesamt Tausende teilnahmen. Bei der Demonstration im Stadtteil Shibuja kam es zur Auseinandesetzung mit der Polizei [Bericht].

Ab 1 Juli beginnen die Aktivitäten in Hokkaido (Sapporo), wo der der Gipfel stattfinden wird. Aktionskalender auf Gipfelsoli und sanpal.

Fur Leute die zum NoG8 wollen gibt es hier Tipps zur Einreise

weitere linx: NoG8 Informations | Action Network | Camp in Hokkaido | Gipfelsoli (mehrsprachige Infos) | WATCH (Rechtshilfe in Japan) | Medianetwork | japan.indymedia

Weiterlesen

Dieser Artikel wurde am 26. Juni 2008 um 14:35 Uhr veröffentlicht.

Ultrarechte versuchen Schwenk in die Mitte @ de

Die konservative spanische Volkspartei (PP) soll nach dem Willen des gebeutelten Parteichefs Mariano Rajoy das Ultra-Image ablegen. Die Partei, in der sich nach dem Tod Francos die Anhänger der Diktatur gesammelt haben, ist bisher die Bastion der katholischen Kirche, die auch über sich die PP das überkommene franquistische Familienmodell der heterosexuellen Zweierfamilie propagiert hat und mit ihr gegen die Homoehe, Abtreibung und Scheidungen und gegen die Rehabilitierung der Franco-Opfer zu Felde zog.
Dieser Artikel wurde am 26. Juni 2008 um 9:06 Uhr veröffentlicht.

24. Juni 2008

Japan: No G8 beginnt unerwartet @ ch

Eine spontane Demonstration von ArbeiterInnen in Nishinari entwickelt sich zu einer – für „japanische Verhältnisse“ - unerwartet entschlossenen Auseinandersetzung. Damit beginnt auch aus Sicht der GipfelstümerInnen der Protest gegen die G8 unerwartet: mit solche einer kämpferischen Stimmung zum Beginn der G8-Tage hat niemand gerechnet. Die Ironie der Geschichte ist, dass nicht eine Koordination zwischen den NoG8-AktivistInnen und den ArbeiterInnen von Nishinari, sondern das Auftreten der RiotPolizei in G8-Stimmung den Zusammenhang hergestellt hat.

G8'08 beginnt anders | Repressionen des Alltags | Tipps zur Einreise nach Japan | Weitere Informationen zum G8 in Japan
Dieser Artikel wurde am 24. Juni 2008 um 15:52 Uhr von 黒色 veröffentlicht.

16. Juni 2008

Partybesetzung gegen Heidelberger Zustände @ de

Heidelberg. In der Nacht von den 7. auf 8. Juni besetzten Freiraumaktivistinnen ein verlassenes Schwesternwohnheim und feierten ausgelassen für mehr Freiräume. Dabei befestigten sie ein über neun Meter langes Transparent an dem Gebäude. Die Aktivistinnen wollten mit der Besetzungsparty ein Zeichen gegen die Heidelberger Politik setzen, welche durch "menschenfeindliche, kapitalistische Verwertungslogik" geprägt sei.
Als sich die Polizei, mit Hilfe der Feuerwehr, Zugang zum Haus verschaffen konnte traf sie keine Personen im Inneren mehr an. Diese feierten hingegen woanders weiter.
Nach Angaben der Besetzerinnen nahmen etwa 150 Menschen an der Aktionteil. Die Polizei spricht von 100.

Die Aktion reiht sich in die jahrelangen Bestrebungen der Besetzerinnen ein sich ein neues Autonomes Zentrum in Heidelberg zu erstreiten. Das letzte wurde 1999 geräumt, ohne dass es einen angemessenen Ersatz gab.

Hintergründe: Autonomes Zentrum in Heidelberg | Freiraumaktionstage im Rhein-Neckar Gebiet
Dieser Artikel wurde am 16. Juni 2008 um 1:08 Uhr veröffentlicht.

11. Juni 2008

Parteienkrise und Staatskrise @ de


An den sächsischen Kommunalwahlen im Juni 2008 beteiligten sich nur knapp 46 Prozent der Wahlberechtigten. Bei den Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein vom 25. Mai 2008 lag die Wahlbeteiligung ebenfalls unter 50 Prozent. Geringer werdende Wahlbeteiligung ist ein langfristiger Trend unserer Demokratie. Organisiert und genutzt werden Wahlen jedoch von Parteien. Parteien sind der Kitt und die Verbindungsschicht zwischen Staat und Gesellschaft. Der gesellschaftliche Einfluss der Parteien bröckelt nach allen Seiten weg. Die Parteien sind in der Krise und die Parteienkrise ist der Vorläufer einer Staatskrise.
Dieser Artikel wurde am 11. Juni 2008 um 13:32 Uhr veröffentlicht.

07. Juni 2008

Finanzkrise weitet sich zur Weltwirtschaftskrise @ de

Hohe Inflation, teure Rohstoffe, Turbulenzen an den Finanzmärkten, hohe Zinsen und platzende Immobilienblasen setzen den Ökonomien schwer zu. Nachdem die Inflation im vergangenen Monat leicht gefallen war, hatten einige schon auf die Entspannung gehofft, die seit Monaten gepredigt wird. Doch die neuen Schätzungen gehen davon aus, dass die Inflation in der Eurozone erneut einen Höchststand von mindestens 3,6% erreicht. Dabei sind die Nahrungsmittelpreise nach den EU-Statistikern in der EU sogar um 7,1 % gestiegen, wobei sich Bulgarien oder die Baltischen Staaten der Marke von 30 % nähern. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat die Wachstumsprognosen für die USA, Japan und die Eurozone weiter gesenkt und spricht von einem "triple shock". Der Abschwung falle 2009 auch in Deutschland noch deutlicher aus, das in diesem Jahr noch weitgehend verschont bleibe. Besonders hart trifft es Länder, in denen, wie in den USA, Immobilienblasen platzen: Großbritannien, Spanien und Irland. Nachdem die EZB eine baldige Zinserhöhung in Aussicht gestellt hat, stieg der Euribor auf einen historischen Höchststand. Die Börsen stürzten ab, weil aus den USA ein starker Anstieg der Arbeitslosigkeit gemeldet wird.
Dieser Artikel wurde am 7. Juni 2008 um 7:24 Uhr veröffentlicht.

05. Juni 2008

Repression against animal rights activists - 'touch one, touch all' @ at

At around 7:00 am on May 21, 2008, members of the Austrian elite police force (WEGA) stormed several apartments across the country. Some of the residents were woken up in their beds at gunpoint. A total of twenty-three (23) apartments, houses and offices were searches in Vienna, Lower Austria, Styria and Tirol. In many of the apartments the WEGA kicked in the doors. The officers stormed the apartments like in bad Hollywood movies. Only after the residents had been intimidated, "secured" on the wall and/or put in handcuffs did the police start the searches.

All the arrestees are active in the animal rights movement in Austria. The offices of at least 4 animal rights group were search by police. The 10 people, a few of which are currently on hunger strike, are still in custody. On a bail hearing on June 6th, the judge decided to keep them in jail for at least 4 weeks further.

There have been solidarity demonstrations in Austria and around the world to demand the immediate release of the activists and for the authorities to drop the charges. (see list of protests below)

English texts: Legal Support Info Flyer (June 8, 2008) Legal Support Update (June 5, 2008) | Call for Global Solidarity Action Day on 4th of June 2008 | Amnesty International statement | Legal Support Update (May 28, 2008) | Austrian Activists in Prison (uk indymedia) | Solidarity Photos | Legal Support Information (May 24, 2008)) | Legal Support Information (May 21, 2008)

Links: Anti-repression/ Solidarity Website | tierbefreier.de English solidarity website | this feature in espanol | greek summary

Weiterlesen

Dieser Artikel wurde am 5. Juni 2008 um 11:09 Uhr veröffentlicht.

04. Juni 2008

Italiens Antiziganismus @ de

Seit den landesweiten Wahlerfolgen der Rechten in Italien kommt es vermehrt zu rassistischen Ausschreitungen. Nach den rassistischen Ausschreitungen gegen Zigeuner/innen-Lager hat die Regierung von Silvio Berlusconi jetzt gesetzliche Anweisungen zur Lösung des "Zigeunernotstands" erlassen. "Neo"(?)-Faschismus in Italien.

Abschiebehaft: Italien prescht vor | Nazimob wütet in Roms Stadtteil Pigneto | Rassistische Pogrome in Italien

Seit die Rechten wieder an der Macht sind, nehmen neben rassistischen Pogromen auch Übergriffe auf Linke wieder zu:
Angriff an der römischen Uni La Sapienza | Erneuter faschistischer Angriff in Rom | Erste Proteste nach mehreren Morden: Verona, 17.Mai: Antifa Demo

Italienische Indymedias: Rom | Napoli | | Ligurien | Emilia RomagnaToscana | Piemonte
Dieser Artikel wurde am 4. Juni 2008 um 15:40 Uhr veröffentlicht.

29. Mai 2008

Direkte Aktionen gegen Klimakiller @ de

Obwohl sich Politiker, insbesondere seit dem 2007er IPCC-Bericht, regelmäßig zum Klimaschutz bekennen und dessen wichtigkeit betonen, vergessen sie dies immer ganz schnell, wenn es um konkrete Entscheidungen geht. Immer mehr Menschen wollen sich damit nicht Abfinden: In den letzten Wochen kam es verstärkt zu direkten Aktionen gegen Umweltzerstörung und Klimawandel.
Dieser Artikel wurde am 29. Mai 2008 um 23:07 Uhr veröffentlicht.

28. Mai 2008

Bayern: DemonstrantInnen als Feindbild @ de

Der Bayrische Landtag will im Juli ein neues Versammlungsgesetz verabschieden. Gegen diese Maßnahmen regt sich massiver Widerstand.
Update: Demo in München am 31.5.2008: Berichte 1, 2
Dieser Artikel wurde am 28. Mai 2008 um 13:21 Uhr veröffentlicht.

23. Mai 2008

Repression gegen Tierrechtsaktivist_innen: "Gemeint sind wir alle!" @ at

Am 21.5.2008 stürmten WEGA Beamte um ca. 07:00 Uhr mehrere Wohnungen in Wien, Niederösterreich, Steiermark und Tirol. Einige der teilweise noch schlafenden Bewohner_innen wurden mit gezogenen Waffen in ihren Betten geweckt. Durchsucht wurden insgesamt 23 Wohnungen, Häusern und Büros. Begründung für die Hausdurchsuchungen ist der Vorwurf der Bildung einer kriminellen Organisation gemäß §278a StGB. 10 Personen wurden festgenommen und im Landesgericht Wr. Neustadt inhaftiert. Gegen alle 10 verhafteten TierrechtsaktivistInnen wurde Untersuchungshaft verhängt. Am 28. Mai wurden einige der Gefangenen vollkommen unbegründet und ohne Mitteilung an die RechtsanwältInnen in die Justizanstalt Josefstadt in Wien sowie in die Justizanstalt Eisenstadt verlegt. Einige der Gefangenen befinden sich in Hungerstreik. Am 6. Juni wurde die Untersuchungshaft für alle 10 Inhaftierten um weitere 4 Wochen verlängert.

Als Reaktion auf den äußert brutal durchgeführten Polizeieinsatz, die Beschlagnahmung zahlreicher Materialien und die Verhaftungen kam es zu zahlreichen Solidaritätsdemonstrationen (siehe Auflistung weiter unten).

Termine von weiteren Solidemonstrationen auf antirep2008.lnxnt.org
16 bis 18. Juni Telefon- und Email-Aktionstage gegen Kleider Bauer
Sa, 21. Juni 2008 Demonstration gegen Grenzen, Knäste & Repression, Treffpunkt 15:00 Uhr am Uhlplatz, 1080 Wien (Flyer | Plakat)

Weitere Informationen Artikel | Audioberichte | Materialien | Proteste

Multilanguage english | español | Ελληνικά | polski

Linx antirep2008.lnxnt.org (de/en) | tierbefreier.de - Soliseite (english) | Basisgruppe Tierrechte - BAT (de) | nochrichten.net (de) | no-racism.net (de/en) | Solidaritätsgruppe (de) | Radio Orange 94.0 in Wien (de)

Weiterlesen

Dieser Artikel wurde am 23. Mai 2008 um 20:32 Uhr veröffentlicht.

19. Mai 2008

Weinheim: Von "Pimmeln" und Fackeln - der WSC marschiert auf @ de

Alljährlich zu Christi-Himmelfahrt tagt der Weinheimer Senioren Convent (WSC), ein corpsstudentischer Dachverband, auf der Wachenburg in Weinheim. Der Ereignis des rechtskonservativen, pflichtschlagenden Verbandes gipfelt schließlich in einem Fackelmarsch an dem dieses Jahr rund 1.000 Corpsstudenten und Alte Herren teilnahmen.
Um an dem, sich über Jahrzehnte gefestigten, Bild eines, ja nur seine Traditionen pfelgendem Verbands zu rütteln und das Augenmerk auf grundsätzliche Kritik an studentischen Korporationen zu legen, fanden im Vorfeld mehrfach korporationskritische Aufkleberaktionen statt. Während des Fackelmarschs am Samstag, den 3. Mai fanden diverse direkte Aktionen gegen die Veranstaltung statt, wie das Zünden von Rauchbomben auf die sich am Marktplatz versammelnden Corps.
Das Autonome Medienkollektiv Rhein-Neckar nahm das Ereignis als Anlass um im Anschluss ein Email-Interview mit Stephan Peters, einem korporationskritischen Akademiker aus Heidelberg, zu führen.

Hintergründe:
stephanpeters.com | Themespecial des Antifa AK an der Uni Heidelberg | SWR TV-Bericht vom 22.5.2007 zur Weinheimtagung
Dieser Artikel wurde am 19. Mai 2008 um 21:06 Uhr veröffentlicht.

08. Mai 2008

Tag der Landlosen in Basel @ de

 Am 17. April, dem internationalen Tag der Landlosen, nahmen Menschen an über 50 Aktionen in 25 verschiedenen Ländern teil. Eine davon fand vor dem Hauptsitz des Schweizer Agrarkonzerns «Syngenta» in Basel statt. Hauptanlass dazu war die Ermordung eines Landlosen in Brasilien im Bundesstaat Paraná, durch eine von Syngenta beauftragte Sicherheitsfirma. Syngenta hatte im Bundesstaat Paraná in Nähe eines Naturschutzgebietes genmanipuliertes Saatgut ausgebracht, obwohl es dort per Gesetz verboten ist. LandbesetzerInnen der Landlosenbewegung MST protestierten dagegen; der Konzern setzte die Sicherheitsfirma auf sie an, die einen Aktivisten erschoss und andere verletzte. Anlässlich der UN-Biodiversitäts-Verhandlungen MOP4 und COP9, die im Mai 2008 in Bonn stattfinden, ruft ein Bündnis aus sozialen Bewegungen und AktivistInnen unter dem Motto «Natur für Menschen - nicht fürs Business» zu weiteren Protesten auf.

Inhalt: Der Tag der Landlosen | Syngenta: Pestizide, Patente und Geschäfte | Süchtige Pflanzen - abhängige Bauern | Der Konflikt in Santa Teresa do Oeste | Der tödliche Angriff | Protest im Herz der Bestie | Es geht immer weiter | Ergænzungen

Links: Autonome Antifa Freiburg | cine rebelde | Via Campesina | Erklärung von Bern | FreundInnen von MST, Deutschland | Longo Mai
Dieser Artikel wurde am 8. Mai 2008 um 15:37 Uhr veröffentlicht.

Tag der Landlosen in Basel @ ch

 Am 17. April, dem internationalen Tag der Landlosen, nahmen Menschen an über 50 Aktionen in 25 verschiedenen Ländern teil. Eine davon fand vor dem Hauptsitz des Schweizer Agrarkonzerns «Syngenta» in Basel statt. Hauptanlass dazu war die Ermordung eines Landlosen in Brasilien im Bundesstaat Paraná, durch eine von Syngenta beauftragte Sicherheitsfirma. Syngenta hatte im Bundesstaat Paraná in Nähe eines Naturschutzgebietes genmanipuliertes Saatgut ausgebracht, obwohl es dort per Gesetz verboten ist. LandbesetzerInnen der Landlosenbewegung MST protestierten dagegen; der Konzern setzte die Sicherheitsfirma auf sie an, die einen Aktivisten erschoss und andere verletzte. Anlässlich der UN-Biodiversitäts-Verhandlungen MOP4 und COP9, die im Mai 2008 in Bonn stattfinden, ruft ein Bündnis aus sozialen Bewegungen und AktivistInnen unter dem Motto «Natur für Menschen - nicht fürs Business» zu weiteren Protesten auf.

Inhalt: Der Tag der Landlosen | Syngenta: Pestizide, Patente und Geschäfte | Süchtige Pflanzen - abhängige Bauern | Der Konflikt in Santa Teresa do Oeste | Der tödliche Angriff | Protest im Herz der Bestie | Es geht immer weiter | Ergænzungen

Links: Autonome Antifa Freiburg | cine rebelde | Via Campesina | Erklärung von Bern | FreundInnen von MST, Deutschland | Longo Mai | Biotech Indymedia
Dieser Artikel wurde am 8. Mai 2008 um 9:35 Uhr von Landloses Medienkollektiv veröffentlicht.

07. Mai 2008

Libanon: Hintergründe zur Zerstörung von Nahr al-Bared @ de

 Das palästinensische Flüchtlingslager Nahr al-Bared im Norden Libanons war im Sommer 2007 Schauplatz eines Krieges zwischen der libanesischen Armee und der islamistischen Gruppe Fatah al-Islam. Das Camp wurde fast vollständig zerstört, mindestens 30.000 BewohnerInnen mussten fliehen. Es wurden 170 Soldaten, 287 Kämpfer der Fatah al-Islam und 47 ZivilistInnen getötet. Ein Bericht vom November 2007 dokumentierte die Rückkehr der ersten BewohnerInnen. Im Frühling 2008 berichten wir über die jüngsten Ereignisse, den geplanten Wiederaufbau, das Verhalten der libanesischen Armee, die mediale Berichterstattung sowie die humanitäre und politische Situation in Nahr al-Bared.

Inhalt: Hintergrund | Kurzfilm | Fallstudie | Medien | Ergænzungen
Dieser Artikel wurde am 7. Mai 2008 um 15:08 Uhr veröffentlicht.

04. Mai 2008

Widerstandsfrühling 08: Hessen gentechnikfrei @ de


Es war ein Mal ein Bundesland mit einer ambitionierten Universität in der Mitte, die sich gern als Global Player in Sachen "Agro-Biotechnologie" aufspielen wollte. Darum plante ihr Vorzeige-Gentechniker, Vize-Präsident und BASF-Patenteinhaber, Prof. Kogel, ein Versuchsfeld mit Gerste, mit dem er neue gentechnische Methoden entwickeln wollte. Sein Kollege Friedt war ein Jahr später mit zwei Maisversuchen zur Stelle. Da ließ sich auch die weltführende Gensaatenfirma Monsanto nicht lumpen und bereitete einen Versuch vor. So ging es ins Jahr 2008 - vier Versuchsfelder waren zu erwarten. Doch das Märchen der Genlobbyisten und -konzerne ist ausgeträumt. Ein überraschend starkes Frühjahr des Protestes hat alle vier Versuche vom Tisch gefegt - und das weitgehend ohne die Hilfe der üblichen FunktionärInnen. Es waren die BürgerInnen selbst sowie entschlossene FeldbesetzerInnen, die den Versuchen den Garaus machten.

Dieser Artikel wurde am 4. Mai 2008 um 12:48 Uhr veröffentlicht.

28. April 2008

Gegen gesellschaftliche Rechtsentwicklung @ ch

Heraus zum 1. Mai in Basel, Bern, Lausanne, Winterthur, Zürich, ...

So lautet die gemeinsame Parole der regionalen revolutionären Bündnissen und Koordinationen. Sie rufen zu vielseitigen Aktionen in der ganzen Schweiz auf. Angesichts des stetigen Rechtsrutsches der selbst in der „gemässigten“ Linken zu beobachten ist rufen sie dazu auf am diesjährigen 1. Mai ein Klares Zeichen gegen diese Tendenz zu setzen. Für Einzelheiten zum Programm an den verschiedenen Orten bitte weiterlesen.
Dieser Artikel wurde am 28. April 2008 um 17:53 Uhr veröffentlicht.

25. April 2008

Villa Rosenau in Basel räumungsbedroht @ ch

 Die „Villa Rosenau“, das letzte besetzte Haus und der letzte unkommerzielle und selbstverwaltete Freiraum in Basel, ist von Räumung bedroht. Im März 2008 drohte das Tiefbauamt Basel-Stadt eine Räumung für Ende Juni an. Anstelle des Hauses soll eine „Ersatzgrünfläche“ entstehen und die das Haus umgebende Industriezone ausgedehnt werden. Seit der Besetzung 2004 hat sich das Wohnprojekt zu einem autonomen Kulturzentrum entwickelt. Kampflos wird die Villa sicher nicht aufgegeben werden.

Politisches Projekt | Basler Linie | Communiqué | Chronik | Ergænzungen

Dieser Artikel wurde am 25. April 2008 um 13:37 Uhr von Autonomes Medienkollektiv Basel veröffentlicht.

22. April 2008

Der Kampf um die Wilde Natur Islands @ de

Am 12. Juli startet auch diesen Sommer das internationale Protestcamp im Kampf um einen der letzten unberührten Flecken Wildnis dieser Erde. Das isländische Hochland fällt seit ein paar Jahren einer rücksichtlosen Zerstörungspolitik zum Opfer. Vor allem die beeindruckenden Gletscherflüsse und deren Ökosysteme werden durch die groß angelegte Ansiedlung von Aluminium Schwerindustrie zerstört. Europas Größtes Staudammprojekt Karanjukar soll nach dem Willen der Politik und Wirtschaft nicht das letzte gewesen sein – doch es regt sich Widerstand.
Dieser Artikel wurde am 22. April 2008 um 15:14 Uhr veröffentlicht.

18. April 2008

Hungerrevolte und Ernährungskrise @ de

Die weltweite Krise des Kapitalismus hat einen zweiten Namen: Zur Kreditkrise gesellt sich die Ernährungskrise. Über Widerstand und Protestaktionen gegen die Kreditkrise in den wohlhabenderen Ländern ist bisher nichts bekannt. Auf die Ernährungs- und Lebensmittelkrise reagieren die Menschen in vielen Ländern der Welt mit Unruhen, Protestbewegungen und Streiks. Über diese Protestaktionen soll hier berichtet werden.

Mehr: Biosprit - Verbrechen gegen die Menschheit (17.04.)
Update: 11. Mai 2008
Dieser Artikel wurde am 18. April 2008 um 12:52 Uhr veröffentlicht.

Bayern: Neues Versammlungsrecht – ein Überblick @ de

Die bayerische Statsregierung plant als erste Landesregierung in Deutschland ein neues Versammlungsgesetz. Neben dem ebenso abstrusen wie strikten „Militanzverbot“ sind weitere Verschärfungen der bisher geltenden Regularien geplant. Das der Gesetzesentwurf recht schnell Realität werden wird, scheint Angesichts der Mehrheitsverhältnisse im bayerischen Landtag klar zu sein. Wer jetzt schon sagt: „Ach, die Bayern wieder...“, sollte sich dessen bewusst sein, dass es nicht das erste Mal wäre, wenn in Bayern erfolgreich ausprobierte repressive Maßnahmen zum bundesweiten Maßstab würden. Der folgende Artikel soll einen Überblick über die geplanten Änderungen geben und den Versuch einer Einordnung in einen gesellschaftlichen Kontext wagen.
Dieser Artikel wurde am 18. April 2008 um 6:51 Uhr veröffentlicht.

17. April 2008

Biosprit - Verbrechen gegen die Menschheit @ de

IWF und die Weltbank sind besorgt, dass die steigende Zahl von Hungernden die politische Stabilität vieler Länder gefährdet. Den Auftakt bildeten die starken Proteste vor gut einem Jahr in Mexiko, als die Preise für Mais so stark stiegen, dass sich viele Menschen ihre Tortillas kaum noch leisten konnten. Doch derzeit kommt es in vielen Ländern zu Aufständen und Protesten, wegen steigender Lebensmittelpreise. In Haiti führten die Hungerunruhen der letzten Tage zur Absetzung des Ministerpräsidenten, in Ägypten mündete ein Generalstreik in heftige Zusammenstöße mit der Polizei. Proteste gibt es auch schon in Bangladesh, Philippinen und Indonesien und in etlichen afrikanischen Ländern. Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank warnen, die Hungerrevolten könnten die politische Stabilität vieler Länder gefährden. Dabei ist der IWF für die fatale Situation mitverantwortlich, kritisiert der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung deren Politik und er nennt die Erzeugung des so genannten Biosprit ein "Verbrechen gegen die Menschheit".

Mehr: Hungerrevolte und Ernährungskrise (18.04.)
Dieser Artikel wurde am 17. April 2008 um 10:04 Uhr veröffentlicht.

16. April 2008

Info-Tour zur aktuellen Situation in Chiapas @ ch

 Am 08.04.2008 war Ernesto Ledesma – im Moment auf einer europäischen Informationstour – vom Zentrum für Politische Analyse und Soziale und Ökonomische Forschung (CAPISE) in San Christóbal, Chiapas/ Mexiko zu Gast im Autonomen Zentrum KTS in Freiburg und berichtete über die zunehmende Militarisierung in Chiapas. Gerade in den letzten Monaten haben die Bedrohungen und Repressionen von paramilitärischen Gruppen vor allem gegen zapatistische Gemeinden ein bedrohliches Ausmaß erreicht.

Inhalt: Einleitung | Hintergrund | Strassen für Touristen – Strassen für die Armee | ¡La tierra no se vende, ni se renta, a nadie! | Solidarität | weitere Veranstaltungen mit Ernsto | BZ-Interview vom 8. April 2008 zum Konflikt in Chiapas | Bisher | Ergænzungen

RDL-Interview mit Ernesto Ledesma: Teil I | Teil II und eine Kurzdokumentation zur aktuellen Situation in Chiapas von Cine Rebelde

Links: Centro de Medios Independientes, Chiapas | CAPISE | Andere Kampagne (EN, ESP) | aktuelle Infos | Schweizer Solidaritätsnetzwerk | Deutsches Solidaritätsnetzwerk | Hintergründe des Konflikts und Infos zu Menschenrechtsbeobachtung in Chiapas und Guatemala
Dieser Artikel wurde am 16. April 2008 um 23:00 Uhr von Autonomes Medienkollektiv & CARACOL Freiburg veröffentlicht.

15. April 2008

Indymedia: Schritt für Schritt zur Dezentralisierung @ de

 Wir dokumentieren die Einladungsmail zum Gründungstreffen von linksunten.indymedia.org, einem Independent Media Centre für Südwestdeutschland. Das Treffen findet vom 23.-25. Mai 2008 im Autonomen Zentrum KTS Freiburg statt. Vorher gibt es am 25. April ab 20 Uhr eine Infoveranstaltung im Café Gegendruck in Heidelberg. Dezentralisierung jetzt!

deutsch | english | français | italiano | castellano | türkçe | bärndütsch | schwäbisch
Dieser Artikel wurde am 15. April 2008 um 7:40 Uhr veröffentlicht.

14. April 2008

Info-Tour zur Situation in Chiapas @ de

 Am 08.04.2008 war Ernesto Ledesma – im Moment auf einer europäischen Informationstour – vom Zentrum für Politische Analyse und Soziale und Ökonomische Forschung (CAPISE) in San Christóbal, Chiapas/ Mexiko zu Gast im Autonomen Zentrum KTS in Freiburg und berichtete über die zunehmende Militarisierung in Chiapas. Gerade in den letzten Monaten haben die Bedrohungen und Repressionen von paramilitärischen Gruppen vor allem gegen zapatistische Gemeinden ein bedrohliches Ausmaß erreicht.

Inhalt: Einleitung | Hintergrund | Strassen für Touristen – Strassen für die Armee | ¡La tierra no se vende, ni se renta, a nadie! | Solidarität | weitere Veranstaltungen mit Ernsto | BZ-Interview vom 8. April 2008 zum Konflikt in Chiapas | Bisher | Ergænzungen

Radio-Interview mit Ernesto Ledesma: Teil I | Teil II und "der neue Angriff" - Online Video(7min) zur aktuellen Situation in Chiapas von Cine Rebelde

Links: Centro de Medios Independientes, Chiapas | CAPISE | Andere Kampagne (EN, ESP) | aktuelle Infos | Schweizer Solidaritätsnetzwerk | Deutsches Solidaritätsnetzwerk | Hintergründe des Konflikts und Infos zu Menschenrechtsbeobachtung in Chiapas und Guatemala
Dieser Artikel wurde am 14. April 2008 um 13:27 Uhr veröffentlicht.

13. April 2008

Freiräume verteidigen - Alternativen aufbauen! @ ch

Für den 11. und 12. April wurde europaweit/global zu Aktionen für autonome Freiräume und Squats aufgerufen. Hintergrund dieses Aufrufes bildet die zunehmende Repression gegenüber besetzten Häusern und alternativen Freiräumen. [mehr]
In verschiedenen Orten in der Schweiz kam es zu unterschiedlichen Aktionen im Rahmen dieser Aktionstage. Mit Sauvagen, Voküs, Transpiaktionen und Besetzungen wurde auf die Anliegen aufmerksam gemacht: Mehr dazu im Artikel
Dieser Artikel wurde am 13. April 2008 um 14:56 Uhr von ((i)) veröffentlicht.

07. April 2008

Türme in Genfeldern @ de

Der Widerstand gegen die grüne Gentechnologie lässt dieses Jahr nicht lange auf sich warten. Nachdem zu Beginn des Jahres einige Aktivisten mit dem provokativen Motto »Gentechnikfrei 2008 - so oder so" Aktionen starteten, fanden in den vergangenen Wochen gleich drei Feldbesetzungen statt, um Freisetzungsversuche zu verhindern - eine bei Gießen in Mittelhessen, eine im süd-östlich von Stuttgart gelegenen Oberboihingen, eine in Northeim bei Göttingen. Die Feldbesetzung in Oberboihingen ging inzwischen erfolgreich zu Ende: Die Hochschule kündigte an, in den nächsten 5 Jahren keine Genversuche mehr durchzuführen. Nach diesem Erfolg ging es Schlag auf Schlag weiter. In Gartersleben wurde
ein Acker mit Weizen befreit, in Forchheim bei Karlsruhe und in Groß Gerau wurden weitere Felder besetzt, ebenso bei Laase und bei Bütow.
Dieser Artikel wurde am 7. April 2008 um 19:57 Uhr veröffentlicht.

06. April 2008

Zuspitzung zwischen Ecuador und Kolumbien @ de

Während Kolumbien weiter Ecuador der Unterstützung der FARC bezichtigt, schlägt Ecuador nun mit einer Klage in Den Haag zurück Ein glückliches Ende gibt es im Streit zwischen Kolumbien und Ecuador doch noch nicht. In den letzten Wochen hat er sich sogar wieder zugespitzt, wie auch die Aktivitäten der Paramilitärs zunehmen. Doch Kolumbien musste inzwischen, dass bei dem völkerrechtswidrigen Angriff auf ecuadorianischem Staatsgebiet auch ein Ecuadorianer getötet wurde, bei dem nach Indizien die USA direkt beteiligt waren. Doch die Regierung unter Álvaro Uribe fährt damit fort, die Regierung unter Rafael Correa zu beschuldigen, mit der FARC zu kollaborieren. Sie nutzt dafür weiter Dateien, die angeblich bei dem getöteten Guerilla-Führer Raul Reyes gefunden wurden, doch die erwiesen sich bisher als Rohrkrepierer. Correa platzt langsam der Kragen. Er hatte eine diplomatische Offensive angekündigt und nun wurde Kolumbien vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag angeklagt. Interessant wird auch, ob sich Uribe einen Winkelzug ausführt, um die Bemühungen zur Freilassung von Ingrid Betancourt erneut zu verhindern.
Dieser Artikel wurde am 6. April 2008 um 10:43 Uhr veröffentlicht.

02. April 2008

Soja-Konflikt in Argentinien @ de

Hunderttausende blockierten während der vergangenen Woche die Strassen Argentiniens um gegen die Erhöhung der Exportsteuern auf Soja und Getreide zu protestieren. Präsidentin Christina Kirchner will indessen unter keinen Umständen auf die zerstörerische Massnahme verzichten. Die Proteste halten daher weiter an...
Dieser Artikel wurde am 2. April 2008 um 13:46 Uhr veröffentlicht.

30. Mrz 2008

Würde für Franco-Opfer, aber nur in Katalonien @ de

Da ein neues Gesetz in Spanien zur Rehabilitierung der Opfer der Diktatur sehr kurz greift ( http://de.indymedia.org/2007/10/198046.shtml), hat die Regionalregierung Kataloniens eine Erweiterung beschlossen. Damit soll den Opfern der Repression die Würde zurückgeben werden, die in Massengräbern verscharrt wurden. Die sozialistische Zentralregierung hatte sich erneut nicht getraut, gegen die Postfaschisten und gegen die mächtige katholische Kirche ein wirkliches "Gesetz zur Wiederherstellung der historischen Erinnerung" zu verabschieden ( http://de.indymedia.org/2007/11/198288.shtml). Doch auch wenn das katalanische Gesetz etwas weiter geht, kritisieren die Opferverbände erneut, dass auch mit diesem Gesetz die Opfer des Faschismus mit den im Kampf zur Verteidung der Republik getöteten Täter gleichgesetzt werden.
Dieser Artikel wurde am 30. Mrz 2008 um 10:49 Uhr veröffentlicht.

27. Mrz 2008

Indymedia Türkei von Generälen gesperrt @ ch

Generäle gegen die Informationsfreiheit

Der türkische Staat hat die Seite von indymedia Istanbul (istanbul.indymedia.org), einem Knotenpunkt des internationalen indymedia-Netzwerks, am 25. März sperren lassen. Vom türkischen Telekom-Betreiber "Turk Telekom RAS Network" ist ein Zugang der Seite nicht mehr möglich.
Dieser Artikel wurde am 27. Mrz 2008 um 1:03 Uhr von eris veröffentlicht.

09. Mrz 2008

SBB Cargo: Streik in Bellinzona @ ch

Die SBB-Tochtergesellschaft SBB Cargo will über 400 Stellen abbauen. Betroffen sind die Standorte Bellinzona (Lokomotiv- und Güterwagen-Werkstätte), Fribourg (Kunden Service Center), Biel (Kesselwagen-Unterhalt) und Basel (Hauptsitz). Am 7. März 2008 ist die gesamte Belegschaft im Industriewerk (IW) Bellinzona in den Streik getreten. Dies ist der erste Streik im Bahnsektor seit dem Generalstreik 1918.

Schweizer Tabu brechen | Ausweitung des Streiks? | weitere Informationen und Artikel zum Thema
Dieser Artikel wurde am 9. Mrz 2008 um 18:18 Uhr von ((i)) veröffentlicht.

02. Mrz 2008

8. März: Frauen, die kämpfen, sind Frauen, die leben! @ ch

Der 8. März feiert sein fast 100-jähriges Bestehen. Der 8. März erinnert an einen Streik von Textilarbeiterinnen 1908 in New York, bei dem 129 vom Fabrikleiter eingeschlossene Arbeiterinnen bei einem Brand ums Leben kamen. In den ersten Jahren stand das Frauenwahlrecht und eine klare Positionierung gegen Krieg im Mittelpunkt der Proteste.

In Zürich wurde für den 8. März zu einer Demonstration | aufgerufen [ 2 ] | Mobilisierungsvideo und zu einer Queer Party in der Kalkbreite. Im Kino der Reitschule wurden Filme gezeigt und am 21.3 fand eine FAU-Bar zum Thema Anarchafeminismus mit Vortrag und Diskussion statt.
Dieser Artikel wurde am 2. Mrz 2008 um 15:45 Uhr von ((i)) veröffentlicht.

22. Februar 2008

Unsere Solidarität gegen ihre Repression! @ ch

"Mit Präventivverhaftungen und immens grossem Polizei- und Militäraufgebot soll jede Bewegung im Keim erstickt werden. Im Vorfeld observierte AktivistInnen, mindestens 250 Verhaftete in Bern, mehrere Dutzend in Zürich, mindestens 66 Verhaftete in Basel, darunter TouristInnen, Journalisten und Minderjährige; so lautet die Bilanz 2008." Die Proteste gegen das World Economic Forum (WEF) dieses Jahr waren einmal mehr geprägt von staatlicher Repression. Nun ruft ein Bündnis zu einer Demonstration gegen Polizeirepressionen für den 1. März in Basel auf.

Dieses Feature versucht einen groben Überblick über die wichtigsten Repressionsereignisse seit Anfang 2007 zu schaffen. Das Jahr 2007 - und bis jetzt auch 2008 - hinterlässt - was die Repression betrifft - einen bitteren Nachgeschmack. Angefangen hat die Repressionswelle letzten Frühling mit Hausdurchsuchungen und Verhaftungen aufgrund des §129a im Vorfeld des G8-Gipfels. Der Sommer und Herbst waren - vorallem in Genf und Luzern - geprägt von massiver Repression gegen besetzte Häuser und Kulturprojekte. Weiter gings ab Herbst dann auch mit ersten "Polizeiübungen" für die Euro 08.
Die Repressionswelle scheint in nächster Zeit auf jedenfall kein Ende zu nehmen. Es ist anzunehmen, dass im Zuge der Euro 08 vermehrt auf das BWIS (Hooligangesetz) zurückgegriffen werden wird. In Luzern soll nun ebenfalls der berüchtigte Wegweisungsartikel eingeführt werden und im Kanton Zürich tritt nach der Abstimmung vom 24.02. das neue Polizeigesetz in Kraft.

Termine: Fr. 29.2. Infoveranstaltung und soliparty zur repression in berlin und "mg" - Bremgarten | Sa 1.3. Demo gegen Polizeirepression - Basel / Veranstaltung zur Repression in Berlin - Winterthur | Mi 5.3. Sind wir alle 129a? - Bern | Do 6.3. Wissenschaftliche Arbeit unter Terrorverdacht - Bern | Sa 8.3. GPG-Workshop - Bern

Inhalt: 1. März - Demo gegen Polizeirepression | Repression gegen das WEF 2008 | Artikel 129a | Repressionswelle gegen Alternativkultur | EURO 08 - Repressionsspielwiese | Aotearoa (Neuseeland) - Weitere Verhaftungen | Marco Camenisch im Hungerstreik
Dieser Artikel wurde am 22. Februar 2008 um 20:37 Uhr von ((i)) veröffentlicht.

27. Januar 2008

Indymedia Changelog @ ch

Dieses Feature soll die technischen und strukturellen Veränderungen auf indymedia.ch und indymedia.ch/de dokumentieren, sowie auf Neuerungen und neue Funktionen hinweisen. Neben kleineren Bugfixes können dies auch neue Funktionen, wie zusätzliche Archive, etc. sein oder auch Änderungen an den Moderationskriterien. Damit sollen die Änderungen transparent dokumentiert sein.

Möchtest du dich an der Entwicklung von Indymedia beteiligen oder hast du neue Ideen, so melde dich bei uns (NOSPAM entfernen)

Änderungen vom
  • 25. Mai 2008 (Neue Zertifikate, Neue Hidden-Service Domain)
  • 27. Januar 2008 (Neuer Server, Neues Zertifikat, Hidden Service)
  • 28. April 2006 (Neue Archive, Archivveränderungen, Medien in Ergänzungen, nicht inhaltliche Ergänzungen, Kalender, ...)
  • 16. Januar 2006 (Komplett neues Design und viele neue Funktionen)
Dieser Artikel wurde am 27. Januar 2008 um 18:33 Uhr von ((i)) veröffentlicht.

12. Januar 2008

Von Heiligendamm über Davos nach München @ ch

Vom 23. bis zum 27. Januar schützen tausende Polizisten und 6500 Militärangehörige, die bereits für die Euro 08 trainieren, die selbsternannten "Global Leaders" - Wirtschaftsvertreter und Regierungschefs (und eine Chefin) - auch dieses Jahr für hunderte von Millionen, damit sie, unter irgend einem Motto, in der ruhigen Bergwelt die Welt retten können. War letztes Jahr noch das Thema Armutsbekämpfung aktuell, wird es in diesem Jahr hauptsächlich ums Klima gehen. Wollte man doch noch diesen Sommer am G8 in Deutschland die Halbierung der CO²-Emissionen bis 2050 "ernsthaft in Betracht ziehen" (Artikel), ist Tony Blair kürzlich folgendes rausgerutscht:

"Die Wahrheit ist, dass kein Land im Hinblick auf ein langfristiges Umweltproblem sein Wachstum oder seinen Konsum wesentlich zurückfahren wird." [1] ...

Die Marktwirtschaft in Frage stellen! | Prima Klima? | Was geht? | Was ging? | Artikel zum Thema | Geschichte des Widerstandes

Dieser Artikel wurde am 12. Januar 2008 um 23:00 Uhr von ((i)) veröffentlicht.

26. Dezember 2007

24C3: Mit Volldampf vorraus! - Chaos Communication Congress @ ch

Wiederum findet gegen Ende Jahr eine weitere Ausgabe des Chaos Communication Congresses des Chaos Computer Clubs statt. Bei der mittlerweile 24ten Ausgabe der "europäischen Hackerparty", werden unter dem Motto "Volldampf voraus!" verschiedene Bereiche der gesellschaftlichen und technischen Entwicklung diskutiert. (Fahrplan - Vortragsübersicht)
Wurde im letzten Jahr vielerorts die pessimistische Perspektive vertreten, dass man viele Schlachten verloren habe, so soll in diesem Jahr nach vorne geblickt werden, eben mit Volldampf voraus.

Features 07, 06, 05, 04, 02 | Streams | CongressRadio | Weblogs | Presse
Dieser Artikel wurde am 26. Dezember 2007 um 23:44 Uhr von ((24c3)) veröffentlicht.

19. Dezember 2007

Die Seifenblase von Bali @ ch

Einleitung: Bali ist zu Ende - der Rauabau geht weiter.
Green-Wischiwaschi und eine angesichts der ernsten Lage wenig zierende Bescheidenheit füllen die Mainstreampresse. Es scheint noch immer nicht durchgedrungen zu sein, dass der Klimawandel nicht mit Rethorik zu überschminken ist. Viel zu eindeutig reflektiert der Spiegel der betroffenen Länder die globale Entstelltheit... Bali ist zu Ende- fangen wir an!!! Über die Ergebnisse des Gipfels der Doppelzüngigkeit.
Dieser Artikel wurde am 19. Dezember 2007 um 13:47 Uhr von tierr@ veröffentlicht.

02. Dezember 2007

Massenverhaftung in Luzern @ ch

Repressionswelle gegen Alternativkultur - 245 Personen verhaftet

Es sollte ein Strassenfest für mehr kulturelle Freiräume werden. An der Reclaim the Streets (Wikipedia) vom 1.12.2007 wollten engagierte Kulturaktivisten friedlich tanzend auf ihre Anliegen aufmerksam machen. (Erlebnisbericht) Sie bekämpfen die Schliessung des Kulturlokals Boa, die ersatzlose Streichung der staatlichen Unterstützung für die Boa, die Räumung der beiden besetzten Häuser und gegen einen Wegweisungsartikel.

Weil diese Veranstaltung von der Polizei verhindert worden ist und 245 Personen verhaftet worden sind, kam es bereits am Dienstag, 14.12. zum Protest von 60 Leute in einer Reclaim the seats gegen die Repression vom 1.12. und unternahm einen zweiten Anlauf und rief für den 15. Dezember 2007 zu einem friedlichen Strassenfest auf (Aufruf), dem zwischen 600 und 1000 Menschen trotz Minustemperaturen folgten: Bericht mit Fotos.

Links: Luzern für alle | boa luzern | Artikel auf Indymedia: Erlebnissberichte und Fotos | Räumung der besetzen Häuser | Die EM 08 lässt grüssen
Dieser Artikel wurde am 2. Dezember 2007 um 12:03 Uhr von ((i)) veröffentlicht.

29. November 2007

Repression während den antimilitaristischen Aktionstagen in Lugano @ ch

Am Sonntag, den 25 November, ging die Polizei am Rande der Militärparade gewaltätig gegen antimilitärische Aktivisten vor. Diese demonstrierten friedlich und in einer ironischen Weise ihre Ablehung gegenüber der Militärausstellung, die Lugano wahrlich in einen Kriegsschauplatz verwandelte! [ 1]

Die Polizei schritt das erste Mal während der Militärparade ein und verhaftete 11 Personen der Clown Army. Die Clowns mischten sich unter die Parade, jedoch ihre Waffe war einzig die Ironie.

Die Polizei antwortete mit unverhältnissmässigem und gewalttätigem Vorgehen gegenüber den Demonstranten. Bei einer friedlichen Sitzblockade, welche spontan aufgrund der Verhaftung der Clowns entstand, nahmen auch Kinder und ältere Personen teil.
Ohne Warnung benutzten die Polizisten ihre Schlagstöcke und Pfeffersprays. Sie verhafteten 5 weitere Personen und verwundeten ein dutzend Personen; einem Medienaktivisten wurde der Arm gebrochen.

Dies war eine schreckliche Demonstration der Intoleranz und ein brutales Vorgehen gegenüber der Meinungsäusserungsfreiheit. An jenem Tag, an dem die Armee ihre Effektivität zeigte, zeigte der Staat seine Effektivität in der institutionalisierten Brutalität.

::Multimedia und Berichte::

- Militärparade und Clown Army Action: 1 - 2
Polizei hinderte einen Kameraman des TSI am filmen - Brutales Vorgehen der Polizei und Verhaftungen
- Verhaftungen in der Bossi Strasse: 1 - 2 - Eingreifen der Polizei - aus einem anderen Blickwinkel
Polizei verhaftet einen verwundeten Medienaktivisten - weiteres video
- Weitere Bilder: 1 - 2
- Fotograf, welcher während der Clown Army Aktion durch einen Soldat verwundet wird: 1
Reflektionen: SISA - Partei der Kommunisten - Max Ay
Kommerzielle Presse: 1 - 2 - Polizeimeldung - il mas chiede lo sgombero - interpellanza quadri - interpellanza marra - ovidio biffi - interpellanza socialista
Antirep: Aufruf für Photos und Videos, welche die Geschehnisse dokumentieren
Dieser Artikel wurde am 29. November 2007 um 13:31 Uhr von ng veröffentlicht.

Bienvenue en banlieu... @ ch

Über die enreuten Krawalle in den pariser Vororten

„Brûle, Brûle, Babylone brûle, j'veux t'entendre crier, faut qu'tu hurles!“
(Sniper, französiche Musikgruppe)

Nach den Krawallen in den pariser Vororten im Jahre 2005 schien sich die Situation rund um die Banlieus wieder beruhigt zu haben. Ein kurzer aber unmissverständlicher Aufschrei, kurze mediale und politische Turbulenzen und ein empörtes Bürgerherz. Danach schienen die Krawalle vergessen und die Protestierenden vom Schauplatz der bourgeoisen Öffentlichkeit verschwunden.
Nun, rund zwei Jahre später, lassen die „Banlieu-Kids“ wieder von sich hören: Die Wut und der Hass auf ihre gesellschaftliche und soziale Situation oder besser gesagt der Hass auf diese Gesellschaft an sich ist nicht verschwunden. Im Gegenteil: Ihr Hass und die ihre Wut auf diese Gesellschaft, in der sie nichts anderes sind als Abschaum, der in sozialer Öde vor sich hin vegetiert, manifestiert sich durch die unglaubliche Militanz und die Härte der erneuten Krawalle.

Eine erneute Krawallwelle ist in den pariser Banlieus aufgelodert. Und sie vermag an den Grundfesten der bürgerlichen Gesellschaft zu rütteln wie selten zuvor.
Dieser Artikel wurde am 29. November 2007 um 1:04 Uhr von diract veröffentlicht.

15. Oktober 2007

[Aotearoa|New Zealand] 17 AktivistInnen verhaftet, Kaution abgelehnt. +300 Polizisten im Einsatz @ ch

In einer Welle massiver staatlicher Repression haben mehr als 300 meist bewaffnete Polizisten, im ganzen Land Häuser überfallen und total 17 Menschen verhaftet. Durchsuchungsbefehle wurde ausgeführt in Auckland, Whakatane, Ruatoki, Hamilton, Palmerston North, Wellington and Christchurch. Die Polizei suchte ebenfalls ca. 60 Personen für Befragungen. Die Verhafteten sind alles AktivistInnen der Tino Rangatiratanga, Friedens und Umweltbewegung.
Der prominente Tino Rangatiratanga Aktivist Tame Iti war unter den ersten Festgenommenen. Er wurde in seinem Haus um 4 Uhr am Montag Morgen festgenommen. Um 6 Uhr wurde das "Space Inside" anarchistische Sozialzentrum in Auckland überfallen. [ Durchsuchungsbefehl ] und das 128 Aktivisten Gemeinschaftszentrum in Wellington. In Tuhoe Country, wurde die Stadt von Ruatoki für mehrere Stunden von bewaffneter Polizei blockiert. Keine Autos konnten passieren und viele wurden durchsucht, dabei auch ein Schulbus voller Kinder.
14 der Verhafteten wurden diesen Nachmittag zum Gerichtstermin geladen in Auckland, Rotorua und Wellington. Allen wurde die Freiheit auf Kaution verweigert. Alle bis auf 2 haben Namensunterdrückungen erhalten. Alle wurden verschiedener Vergehen, welche unter das Waffengesetz fallen, beschuldigt - angeblicher Besitz von verschiedenen Feuerwaffen und Munition. Weitere Vergehen könnten ihnen in Zukunft angelastet werden.

Weitere Artikel: 20.10. Soliaktion für die Verhafteten AktivistInnen in Neuseeland | Global Day of Action, 27.10.07 (en) | 30.10. Soli-Transpi Aktion für Gefangene in Neuseeland

Links: Indymedia Aotearoa | Civil Rights Defence Committee - Global Day of Action
Dieser Artikel wurde am 15. Oktober 2007 um 14:31 Uhr veröffentlicht.

Sozialpartnerschaft oder Klassenkampf? BauarbeiterInnen in Bewegung @ ch

Am 3. Mai 2007 hat der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) nach intensiven Verhandlungen über Teile des geltenden Landesmantelvertrages (LMV) im Bauhauptgewerbe den Kontakt mit den Gewerkschaften abgebrochen. Drei Wochen später, am 23. Mai 2007, haben die Delegierten des SBV beschlossen, den LMV per 30. September 2007 zu kündigen. Dies ist ein brutale Attacke der herrschenden Klasse gegen die BauarbeiterInnen. Denn ohne LMV sind massive Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen vorprogrammiert. Ohne allgemeinverbindlichen Gesamtarbeitsvertrag mit verbindlichen Mindestlöhnen wird dem – bereits jetzt nur schwer kontrollierbaren – Lohn- und Sozialdumping Tür und Tor geöffnet.

Im Juni fanden nun schon viele Aktionen in der ganzen Schweiz statt; angefangen in Rheinfelden, Basel, wo die Unia Basel Bundesrat Leuenberger einen Protestbrief und einen Sheriffstern überreichte und einer Berufskonferenz und Demonstration von 300 ArbeiterInnen in Bern. Am 18. Juni stand auf allen wichtigen Genfer Baustellen am Vormittag die Arbeit während mehreren Stunden still. Unter dem Slogan «Keine Arbeit ohne LMV» zogen 3000 BauarbeiterInnen durch die Genfer Innenstadt bis vor den Sitz des Genfer Baumeisterverbandes, wo sie lautstark ihren Unmut über die Kündigung des Gesamtarbeitsvertrages auf Ende September zum Ausdruck brachten ( 1 ). In Luzern strömten am 29.6. über 2000 ArbeiterInnen auf die Strasse, 5 mal mehr als angemeldet. Auf insgesamt 17 Baustellen in Luzern wurden die Arbeiten eingestellt. Vor dem Kongresszentrum KKL, wo der SBV seine jährliche Generalversammlung abhielt, flogen in hohem Bogen Hühnereier auf die arroganten Bonzen. Es wurde sehr schnell klar, dass sich so nah am Haupteingang nur noch Gewerkschaftsfunktionäre aufhielten. Sofort wurden die Eierwerfer von diesen an der Arbeit gehindert. Neben einem unhübschen Einsatz von Fahnenstangen gegen die eigenen Leute, erklärten die gewerkschaftlichen Ordner solche Aktionen würden der Sache schaden. Von „ihr bewerft unsere Kollegen da oben“, über „das darf nicht eskalieren“ bis hin zu „das ist unsere Demo und ihr habt euch unterzuordnen“ kam der ganze Argumentationskatalog. ( Berichte: Aufbau | Unia 1 | 2 )

Die Berufskonferenz in Bern beschloss einstimmig einen Aktionsplan, welcher Protestaktionen und eine nationale Kundgebung am 22. September in Zürich vorsieht und nach dem Ende der Friedenspflicht ab Oktober härtere Kampfmassnahmen einplant.

Aktualisiert 15. Oktober - der Streik im Baugewerbe hat begonnen
Über Streikmassnahmen wurde eine Urabstimmung durchgeführt, 85% der Bauarbeiter haben für Streikmassnahmen gestimmt, am 15. Oktober kam es in Bern, Genf und Neuenburg zu ersten Streiks.
Streik am Neattunnel | Veranstaltung: Kampf im Bau - wie weiter? | Bericht und Fotos vom Streik in Bern | Flugblatt der PDA | Wandzeitung zum Lohndumping | Volkswirtschaftsdepartemente mit Plakaten verklebt

Artikel Flexibilität! Aber für wen? - LMV-Kündigung. Reichen die bisherigen Mittel für einen erfolgreichen Widerstand? | Flugblatt zur und Fotos von der Demo | Rap-Track zur Bau-Demo vom 22.09 | Lohndumping hat begonnen - RoterMotor 24 | Lohndumping - Plakataktion in Bern, Zürich und Basel | Streikbericht aus Basel vom 12.3.08

Dieser Artikel wurde am 15. Oktober 2007 um 8:00 Uhr von ((i)) und unia veröffentlicht.

05. Oktober 2007

Die Linken und Netten schlagen zurück... @ ch

Am Samstag den 06. Oktober wollte die SVP im Rahmen ihres rassistischen Wahlkampfes durch die Stadt Bern ziehen. Einerseits rief das Komitee "Das schwarze Schaf" zu einer Gegenkundgebung auf dem Münsterplatz auf (Programm), andererseits hatten verschiedene Organisationen, zu direkten Aktionen gegen den SVP-Marsch aufgerufen.

Auf dem Münsterplatz fand ab 12 Uhr bis ca. 18.30 Uhr ein sehr gut besuchtes Fest gegen Rassismus statt. Zwischen den Konzerten, gab es verschiedene Redebeiträge und Statements. Mehr dazu auf der Homepage des schwarzen Schafes. Währenddessen fanden verschiedene, zum Teil militante Aktionen gegen den Aufmarsch der SVP statt. Das Konzept erwies sich dabei als äusserst erfolgreich, so konnte der Aufmarsch der SVP verhindert werden und diese konnte sich bei der Nydeggbrücke nur im Kreise drehen.
Die Berichterstattung in den Medien nahm zuweil äusserst kuriose Züge an, entsprach lediglich den SVP-Meldungen und offensichtlich nicht der Realität vor Ort.
Dank den vielfältigen Aktionen in der ganzen Stadt konnte die SVP nur eine gekürzte Abschlusskundgebung beim Bärengraben abhalten und die Veranstaltung auf dem Bundesplatz musste ganz abgesagt werden. Im nach hinein weint nun die SVP heuchlerisch von Meinungsfreiheit, dabei hatten sie doch selber im Rahmen ihres rassistischen Wahlkampfes mehrfach gezeigt, wie mit politischen Gegnern umgesprungen werden soll (so z.B. das Zottelgame).
Abschliessend kann festgehalten werden, dass alle Aktionen rund um Bern und in der restlichen Schweiz (so z.B. Zürich oder Genf) als Erfolg auf ganzer Linie gewertet werden können.

Zur Übersicht des Tages mehr im Artikel selbst.

Artikel auf Indymedia.ch: Autobahnausfahrten in Bern blockiert | Transpi-Aktion: SVP stoppen! | Photos des Festes und der Blockade des SVP-Aufmarsches | Gegen Rassismus und die Poltik der SVP - Flyeraktion in ZH | Bilder der Konfrontationen in Bern vom 6.10. | Bilder von Bern | Störaktionen gegen SVP-"Marsch auf Bern | Impressionen aus Bern | Militanter Widerstand in Bern: SVP Kundgebung gestoppt | link zu ard | Gedicht gegen Rassimus und Faschismus/Anti-SVP | Weitere Fotos vom Fest und der Demo am 6.Okt | bilder von demonstranten auf der svp-homepage | Medienlügen zum 6. Oktober | Flügi am 6.10.07 auf den Blockaden | Foto- und Videomaterial vom 6. Oktober gesucht | AntiRep Aufruf | Wer hat uns verraten?! | Bundesrat Blocher’s Kontakte | Kommentar zu den "Krawallen von Bern" | Nach dem SVP-Krawall: Zensur und Selbstzensur in CH-Medien | Eva Herman und die Mütter unter Hitler - und die Wahlverwandschaft SVP / NPD | Feature auf Indymedia Deutschland: SVP scheitert mit „Marsch auf Bern“ | Düsseldorf: Kundgebung gegen SVP-Wahlerfolg

Artikel im Openpostingbereich: svp - die geister, die sie riefen... | Nach dem Sieg, Wie weiter? | SVP-Hurensöhne!!! | Unglaubwürdige Hüter der Versammlungsfreiheit
Dieser Artikel wurde am 5. Oktober 2007 um 15:09 Uhr von ((i)) veröffentlicht.

22. September 2007

Rechten Strukturen entgegenwirken @ ch

Im Fahrwasser der rassistischen Politik der SVP, wie zum Beispiel die aktuelle SVP-Initiative, dümpeln seit jeher auch militante Neonazis und weiteres braunes Gedankengut mit. Mit und dank der Verschärfung der Agitation der SVP ist auch ein offensiveres Auftreten von Neonazis zu beobachten, welche liebend gerne zum Beispiel in der rassistischen Diskussion um Minarette mitmischeln oder zunehmend auch mit Bombenanschlägen gegen missliebige Personen vorgehen.

Es formieren sich jedoch verschiedene Gruppen oder Aktionsbündnisse um mit verschiedenen Aktionen dem rechten Vormarsch entgegenzutreten. Mehr dazu im Artikel.

Inhalt: Extremismus der Mittte | Weder Tschäppät noch Blocher | Es wird schweizerisch im Kaltland | Ausländer, Scheininvalide und Sozialschmarotzer | Weiter in Bewegung bleiben! | Weitere Infos
Dieser Artikel wurde am 22. September 2007 um 22:00 Uhr von ((i)) veröffentlicht.

Extern

01. 07. 2008

Luzern: Referendum gegen Wegweisungsartikel kam zu Stande IMC CH OtherPress@20:46

26. 06. 2008

- G8, la Diaz 'macelleria messicana' IMC CH OtherPress@00:39

21. 06. 2008

Inzestfall prometoys@16:34

"Indiana Jones, natürlich." prometoys@16:34

26. 05. 2008

Österreich: Razzias & Verhaftungen von Tierrechtler_innen IMC CH OtherPress@13:03

09. 05. 2008

Auch AJZ in Biel bedroht! IMC CH OtherPress@14:25

08. 05. 2008

Luzern: Statuen symbolisch weg gewiesen IMC CH OtherPress@12:02

02. 05. 2008

Fotoupload 05/2008 IMC CH OtherPress@10:59

28. 04. 2008

Luzerner Kantonsrat nimmt Wegweisungen in 2. Lesung an IMC CH OtherPress@12:51

08. 04. 2008

Was bei der Polizei so abgeht IMC CH OtherPress@23:17

27. 03. 2008

Fotos von Cargo Demo in Chiasso IMC CH OtherPress@15:16

11. 03. 2008

Der unentbehrliche Beamte IMC CH OtherPress@20:18

04. 03. 2008

Luzerner Kantonsrat stimmt WWA in erster Lesung zu IMC CH OtherPress@12:42

18. 02. 2008

Venezuela: ... Autonomous struggle from the ground up! IMC CH OtherPress@15:05

12. 02. 2008

Christophe Darbellay lügt... IMC CH OtherPress@18:08

09. 02. 2008

Sauvage in der Stadt Zug. IMC CH OtherPress@12:00

27. 01. 2008

Anschlag auf Waffenplatz Biere IMC CH OtherPress@22:05

21. 12. 2007

Für unseren Genosse Daniele IMC CH OtherPress@21:52

26. 11. 2007

Chouf-nüt-Tag BE und GE: „Mehr Herz, weniger Kommerz!“ IMC CH OtherPress@13:09