01. Juli 2009

Über Radio Liberada aus Honduras, nach dem Staatsstreich @ ch

In der Morgendämmerung des Sonntag 28. Juni 2009, wurde der Honduresische Präsident Mel Zelaya vom Militär entführt und gewaltsam nach Costa Rica verschleppt.

Nach honduresischen Zeitungen, übernimmt der Präsident des Kongress, Roberto Micheletti, die Präsidentschaft.
Dieser Artikel wurde am 1. Juli 2009 um 12:30 Uhr von egal veröffentlicht.

Honduras: 4 Tage nach dem Staatsstreich @ de

Am Sonntag den 28. Juni fand in Honduras, einem der größten und gleichtzig ärmsten Länder Zentralamerikas, ein Staatsstreich statt. Das Militär nahm, mit Rückendeckung des Kongresses und des obersten Gerichtshofes, den gewählten Präsidenten José Manuel Zelaya gefangen und brachte ihn außer Landes.

Am Montag den 29. Juni wurde im Kongress ein gefälschtes Rücktrittsgesuch Zelayas verlesen und von den Abgeordneten aktzeptiert. Im Anschluss wurde Roberto Micheletti zum de-facto Präsidenten erklärt. Dieser soll das Land bis zu den Wahlen im November 2009 führen.

Die Bevölkerung von Honduras lies sich, trotz Ausgangssperre und Nachrichtenzensur, jedoch nicht davon abhalten gegen diesen Rückfall in längst vergangen geglaubte Zeiten von Militärregierungen in Lateinamerika zu protestieren.

Aktuelle Berichterstattung: [de] Amerika21, Poonal | [es] Kaos En la Red, Telesur, La Jornada, Indymedia Honduras, AlbaTV
Dieser Artikel wurde am 1. Juli 2009 um 9:09 Uhr veröffentlicht.

27. Juni 2009

Biel/Bienne - Eine Übersicht @ ch

Biel bewegt: Seit 2007 ist das Haus "La Biu" besetzt und immer wieder räumungsbedroht, so auch letztes Jahr (2008). Mit verschiedenen Soliaktionen machten die BesetzerInnen letzten Früh-Sommer auf sich aufmerksam und eine Räumung konnte verhindert werden. Die BesetzerInnen vom "La Biu" kämpfen weiter.
Eine zweites Haus wurde im September 2008 am Tulpenweg besetzt. Trotz der von rund 1400 UnterstützerInnen unterzeichneten Petition und diversen weiteren Aktivitäten, konnten die BesetzerInnen das "Trip-Huus" nach einer Räumungsandrohung nicht halten, das Haus wurde diesen Juni abgerissen.
Auch das Haus an der Freiburgstrasse, welches im April von der Familie Von Allmen besetzt wurde, ist inzwischen wieder geräumt worden.

La Biu, Trip-huus, Repression und mehr. Wir haben euch eine kleine Übersicht zusammengestellt. Das Ganze beruht auf Internet-Recherchen, darum hat der Artikel keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

// LA BIU // SAUVAGE // TRIP-HUUS // FAMILIE VON ALLMEN // TOD EINES JUGENDLICHEN // SCHATTEN ÜBER BIEL // REPRESSION // RADIO-BEITRÄGE // ANTI-REPRESSIONS-DEMONSTRATION // KONTAKTE //
Dieser Artikel wurde am 27. Juni 2009 um 11:32 Uhr von Aargrau veröffentlicht.

15. Juni 2009

Bildungsstreik 2009 @ de


Seit letztem Jahr haben sich die Schulstreiks etabliert. Besonders erfolgreich war der letzte Schulstreik, bei dem bundesweit über 100.000 SchülerInnen auf die Straße gingen.Dieses Jahr haben sich ihnen die Studierenden angeschlossen und mobilisierten bundesweit zu einer Woche Bildungsstreik vom 15. bis 19. Juni. Bei den Demonstrationen am 17.6. gingen bundesweit in mehr als 70 Städten mindestens 250.000 Menschen auf die Strasse, es gab mehrere Besetzungen und "Banküberfälle".


Ticker (Behelfsticker auf Indy) | Zentrale Seite | Teilnehmende Gruppen | Demos am Mittwoch | Mobilisierungsvideos | Weltweite Solidaritätsbekundungen

Freitag: Bundesweiter Bildungsstreik setzt Zeichen, Aktionen in Bockum, Altlünen [Lünen], Berlin (2), Dortmund, Eberswalde.
Donnerstag: Banküberfälle in Berlin, 2, Erfurt, Leipzig | Besetzungen in Jena, 2, Berlin, Göttingen, Dresden, 2, ERFURT: Reclaim your Campus an der FH | weitere Aktionen in Erfurt, Stuttgart, Berlin, Frankfurt/Main, Update, Glinde, Berlin, Aachen
Demos am Mittwoch: Berlin | Bremen | Bremen | Bremen | Bremen | Darmstadt | Darmstadt | Darmstadt | Darmstadt | Dortmund (Schulstürmungen) | Duisburg | Eberswalde | Polizeiübergriff nach friedlicher Demo in Essen | Frankfurt (2) | Göttingen | Hannover | Herne | Heidelberg | Jena | Karlsruhe | Koblenz | Leipzig (Bilderstory) | Lübeck | Lübeck | Lübeck | Lübeck | München | München | München | München | Münster | Nürnberg | Sigmaringen
Montag/Dienstag: Aktionen in Hamburg, Berlin, 1, 2, 3, 3, 4, Werne, Harburg, Hannover, Tübingen, Vechta, Marburg, Kassel, Heidelberg
Audios: Interview Stuttgart | Open Radio-Specials zum Bildungsstreik | Podcast aus Marburg | tübingen
Videos: Wuppertal 1. Tag | Jena | protestschlafen fu berlin | Banküberfall Berlin | Sigmaringen | Göttingen | Eindrücke Demo Berlin (auf KiezTV) | Heidelberg | Münster | Demo in Augsburg | Demo in Augsburg | Demo in Augsburg | Demo in Augsburg | Wuppertal VV 1 , Wuppertal VV 1 , Wuppertal VV 1 , Wuppertal VV 1 , 2 | Wuppertal Demo | Halle Demo , Bildungsjagd | Düsseldorf Demo | Osnabrück letztes Hemd | Bonn Demo | Wiesbaden Demo | Flensburg Demo | Kiel Demo | Solibotschaft Kroatien | Solibotschaft Philippinen | Raketen-Monis PK | Großdemo in Hamburg | Banküberfall Hamburg


Dieser Artikel wurde am 15. Juni 2009 um 11:08 Uhr veröffentlicht.

08. Juni 2009

Der Krieg Perus gegen die Indígenas @ de

Seit zwei Monaten finden im peruanischen Amazonasgebiet friedliche Proteste und direkte Aktionen von Indígenas statt. Sie richten sich gegen neu erlassene Dekrete unter der sozialdemokratischen Regierung Alan Garcías vorzugehen, welche sie fundamentaler Rechte beraubt und die Ansiedlung von Ölfirmen in ihren Stammesgebieten forciert.
Nur einen Monat später hatte die peruanische Regierung einen zwei Monate anhaltenen Notstand für mehrere Provinzen im Amazonasgebiet ausgerufen. Militär-und Sondereinheiten der Polizei wurden in die betroffenen Regionen entsendet, um die friedlichen Proteste gewaltsam zu unterdrücken und die Interessen der überwiegend großen Unternehmen aus dem Ausland zu schützen.
Am 5. Juni kamen bei der gewaltsamen Räumung einer Straßenblockade von mehr als 5.000 Indíginas in Bagua (Nordperu) durch die Polizei möglicherweise bis zu 40 Menschen ums Leben. Nach dem Angriff staatlicher Sicherheitsorgane auf die friedliche Straßenblockade wurde eine Ölförderanlage in der Nähe der Stadt besetzt. Um ein Ende des blutigen Polizeieinsatzes zu fordern, wurden dabei 38 Polizisten als Geiseln genommen. Bei einem Befreiungsversuch durch die Polizei nur einen Tag später, kamen nach Behördenangaben neun der Geiseln ums Leben, 22 konnten befreit werden, sieben galten zunächst als vermisst.
Nachdem der Vorsitzende der indigenen Organisation Aidesep, Alberto Pizango, von der peruanischen Regierung zur Fahndung ausgeschrieben wurde, konnte er zunächst in die Botschaft Nicaraguas in Lima fliehen und beantragte Asyl.
Am 11. Juni hat die peruanische Regierung nach einer Abstimmung im Parlament das umstrittene Dekret 1090 bis auf weiteres außer Kraft gesetzt, während die Proteste auf der Straße weitergehen. Am für Freitag geplanten Streik der Arbeitnehmer-Dachorganisation CGTP und einen Protestmarsch zum Präsidentenpalast in Lima beteiligten sich mehrere zehntausend Menschen. Dabei kam es zu Zusammenstößen mit Sicherheitskräften.

Bilder: (05.06.) 1 | 2 | 3 Audio: 1 | 2 | 3
Videoberichte: (05.06.) 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | Analyse über die Hintergründe in Englisch (1 | 2 | 3) | Interview mit Alberto Pizango (auf Spanisch)
Chronologie der Ereignisse | Linksammlung zum Thema | sucre.indymedia.org | peru.indymedia.org
Dieser Artikel wurde am 8. Juni 2009 um 9:20 Uhr veröffentlicht.

07. Juni 2009

Flüchtlingslager in Bayern @ de

Die jahrelange Kampagne des Deutschland Lagerland Netzwerkes zeigt Wirkung: Erste Flüchtlingslager wurden aufgrund des öffentlichen Drucks schon geschlossen, weitere werden wohl noch folgen. Nächste Station ist ein das Gesetzgebungsverfahren im Bayerischen Landtag. Um den politischen Druck weiter zu erhöhen, finden am Wochenende vom 11. bis zum 14. Juni 2009 Aktionstage statt.
Aktuelles: Twitter | Bayerischer Flüchtlingsrat (BFR) | mehr...
Dieser Artikel wurde am 7. Juni 2009 um 10:31 Uhr veröffentlicht.

22. Mai 2009

AARAU – STILL LOVING SQUATTING @ ch

Am 14. Mai kam es zu einer Premiere in Aarau. Nach dem schon Jahre immer wieder für einen autonomen Freiraum in der Aargauer Kantonshauptstadt gekämpft wurde, nahm Mensch an diesem Tag das erste Mal die bewusste Räumung eines besetztes Hauses in Kauf. Egal ob in den 80er oder in der Zeit des Vereins für alternative Kultur in Aarau (fak aarau), besetzte Häuser wurden immer vor dem Ultimatum verlassen. Oft ging es schnell wieder in ein anderes Haus oder es wurde sonst für Aufmerksamkeit gesorgt. Nun scheint ein Wandel im Gange zu sein. Nachdem die Gruppe Klaustrophobia bereits drei Häuser besetzt hatte und diese auch verlies, entschieden sie sich beim vierten Haus anders - kämpferischer als bisher.

Wir nahmen dies zum Anlass für einen kleinen Überblick. Von den Anfängen über die aktuellen Ereignissen bis zu zukünftigen Ideen und Aktionen.
Dieser Artikel wurde am 22. Mai 2009 um 9:57 Uhr von Klaustrophobia veröffentlicht.

14. Mai 2009

(Bildungsabbau): Es knistert an der Uni Bern... @ ch

Durch die "Hauruckübung" der Universitäts- und der Fakultätsleitung soll ab dem neuen Semester der SoWi-Bachelor eingeführt werden. Die letzte Soziologie-Professorin tritt aus Protest zurück und die Studierenden gehen auf die Strasse. Die Gemüter erhitzen sich zusehends im 175. Jubiläumsjahr der Universität Bern.

Dieser Artikel wurde am 14. Mai 2009 um 12:33 Uhr von Manu Bagru veröffentlicht.

10. Mai 2009

Die Velokarawane kommt! @ ch

Der Frühling pulsiert schon spürbar durch die Blutbahnen und allerorten werden neue Blätter und Blüten sichtbar. Und zwischen allen möglichen Gräsern und Kräutern wächst dieses Jahr gleich an zwei Standorten gentechnisch veränderter Weizen im Freiland: Auf den Forschungsanstalten Pully (Lausanne) und Reckenholz (Zürich) finden heuer die zweiten Freisetzungsversuche von gentechnisch verändertem Weizen statt. Höchste Zeit, sich wieder einmal mit dem Thema Gentechnik in der Landwirtschaft zu befassen.

Die Route:

Tag 1 / 9. Mai / Zürich | Tag 2 / 10. Mai / Zürich-Rheinau | Tag 3 / 11. Mai / Rheinau-Däniken SO | Tag 4 / 12. Mai / Däniken-Luzern | Tag 5 / 13. Mai / Luzern-Langenthal | Tag 6 / 14. Mai / Langenthal-Basel | Tag 7 / 15. Mai / Basel | Tag 8 / 16. Mai / Basel-Roggenburg | Tag 9 / 17. Mai / Roggenburg-Biel | Tag 10 / 18. Mai / Biel-Neuchâtel | Tag 11 / 19. Mai / Neuchâtel-Fribourg | Tag 12 / 20. Mai / Fribourg-Yverdon | Tag 13 / 21. Mai / Yverdon-Vallée de Joux | Tag 14 / 22. Mai / Vallée de Joux-Genève | Tag 15 / 23. Mai / Genève-Lausanne | Tag 16 / 24. Mai / Lausanne

Karawane | Hintergrundinfos | Links
Dieser Artikel wurde am 10. Mai 2009 um 22:00 Uhr veröffentlicht.

03. Mai 2009

Gentechnik: Besetzungen, Mahnwachen und Aktionstage @ de

Es ist wieder ein spannendes Aktionsfrühjahr gegen Gentechnik - schon vier Besetzungen, vier Mahnwachen und mehrere Aktionswochenenden prägen das Geschehen. Konzerne, LobbyistInnen und die im Filz der Gentechnik verstrickten Ministerien und Ämter jammern um ihren schönen Profitstandort Deutschland. Nach dem Mon810-Verbot und zurückgezogenen Versuchen nach den Aktionen im letzten Jahr sind nur noch so wenige Felder übrig, wie im letzten Jahr befreit wurden. Wird das Land am Ende ganz gentechnikfrei sein? Oder werden Konzerne, mit Steuermillionen gefütterte Firmengeflechte und die platte Staatsmacht einige letzte Felder retten können? Hier folgt ein erster Überblick über die ersten vier Monate des Jahres 2009 ...
Dieser Artikel wurde am 3. Mai 2009 um 20:41 Uhr veröffentlicht.

20. April 2009

Internationale Aktionswoche für Bildung @ de


Ein freies Netzwerk von Gruppen, die sich für eine emanzipatorische Bildung einsetzen, ruft weltweit zu Aktionen und Demonstrationen im Rahmen einer gemeinsamen Aktionswoche auf. 65 Gruppen in 31 Ländern unterstützen bereits diesen Aufruf und haben Aktionen angekündigt. Im Rahmen dieser Proteste soll auch eine Folge-Konferenz des Bologna-Prozesses in Leuven (Belgien) mit einer internationalen Gegenkonferenz und Demonstrationen/Aktionen ab dem Wochenende begegnet werden. Seit letzter Woche haben in Leipzig bereits die Protesttage begonnen und eine Besetzung hält seit dem bis heute stand. Auch international kam es zu Besetzungen: in Zagreb, Zadar (beides Kroatien), Kopenhagen (Dänemark) und Tampere (Finnland) haben ebenfalls Studierende Teile der Universität besetzt, in Kroatien hält die Besetzung drei Wochen später immer noch an. In Frankreich ist der Lehrbetrieb schon seit Wochen an einigen Universitäten eingestellt.


Berichte auf Deutsch: Münster | Leipzig: 1 , 2 , 3 , 4 , 5 | Finnland | Salzburg | Überblick Österreich | Heidelberg | Hamburg (Tag 2) | Zagreb | Wien | Gegengipfel
Berichte auf Englisch: Überblick Aktionswoche | Besetzung Barcelona 25. April / 28. April
Fotos: Besetzung in Zagreb | Zadar | Hamburg (Demo) | Sammlung
Videos: Video des letzten Global Action Days | Besetzung in Kroatien | Salzburg | Heidelberg Demo / Flashmob | Vermont (USA) | Barcelona | Potsdam | Leuven | Moninapping Hamburg | Gegengipfel-Aktionen
Audios: SchülerInnen-Streik Wien | Begrüßungskommando Uni Hamburg | Redebeitrag Demo Hamburg 1, 2


Dieser Artikel wurde am 20. April 2009 um 13:23 Uhr veröffentlicht.

15. April 2009

[ERFURT] Kampf um Besetztes Haus geht weiter @ de

Am Morgen des 16. April wurde das besetzte Haus auf dem Topf & Söhne-Gelände mit Hilfe von schwerem Polizeigerät und Spezialeinsatzkräften geräumt (Ticker, Video). Bundesweit und international kam es noch am selben Tag zu mehreren Solidaritätskundgebungen, -demonstrationen und Aktionen: Frankfurt, Berlin Kreuzberg, Göttingen, Nürtingen, Köln, Berlin Schöneberg, Weimar, Växjö (Schweden), Hamburg, Düsseldorf und Potsdam. In Erfurt fand am Samstag eine weitere Demonstration gegen die Räumung und Repression der letzten Tage statt (Ticker).

Auch in nächsten Tagen brach die Welle der Solidarität nicht ab: Unter anderem in Münster, Nürnberg (2, 3), Leipzig, Lübeck, Köln, Rostock, Freiburg, Mannheim, Oldenburg, Heiligenstadt, Gera, Gießen und Ilmenau gingen Menschen für das besetzte Haus auf die Straße.

Währenddessen gleicht Erfurt einem Schlachtfeld, der Polizei gelingt es nicht, Randale und Glasbrüche in der Innenstadt zu verhindern und beschränkt sich darauf, Neubesetzungen zu räumen. Der entstandene Sachschaden sowie die Kosten des Polizeieinsatzes dürften mittlerweile die 170.000 Euro, die die Stadt für den Erhalt/Kauf des besetzten Hauses nicht ausgeben wollte, weit übersteigen.

Ein Artikel über die Geschichte und die Hintergründe der Besetzung sowie dem Widerstand gegen die Räumung.
Dieser Artikel wurde am 15. April 2009 um 22:39 Uhr veröffentlicht.

13. April 2009

1. Mai 2009 - Globale Krise – Globale Proletarisierung @ ch

Globale Krise – Globale Proletarisierung – Rettungspaket: Kapitalismus zerschlagen

"Seit drei Monaten bricht der Welthandel ein, das ist der Kipppunkt und wesentlich gefährlicher als die »Bankenkrise« der letzten zwei Jahre. Und es geht in seiner Dynamik bereits jetzt über die Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre hinaus. Damals fiel der Welthandel in einem protektionistischen Flächenbrand in der ersten Hälfte der 30er Jahre um 66 Prozent – beim aktuellen Tempo wäre diese Marke in etwa im Herbst 2009 erreicht – obwohl der protektionistische Wettlauf noch gar nicht richtig losgegangen ist. Wenn er losgeht, wird uns nicht nur das Welthandelssystem, sondern auch Weltfinanzsystem und Weltwährungssystem um die Ohren fliegen." (aus 'wildcat': Thesen zur globalen Krise)

Passend zur Krise finden auch dieses Jahr verschiedene Mai-Feierlichkeiten statt. Doch "die (radikale) Linke ist nicht auf der Höhe der Zeit, sondern macht business as usual. Bündnispolitik, Mobilisierung zum symbolischen Gipfelsturm, Hoffen auf Gewerkschaften und andere Institutionen." (ebd.). Die Mai-Feierlichkeiten können aber vielleicht auch die Möglichkeit eröffnen, sich zu treffen, zusammen zu sprechen und die Vereinzelung des Alltags für einmal zu überwinden. Und etwas ganz Neues entstehen zu lassen: Aufrufe

Berichte | Communiqués | Flugblätter

Ältere Features: 2008 | 2007 | 2006 | 2005
Dieser Artikel wurde am 13. April 2009 um 18:57 Uhr von ((i)) veröffentlicht.

07. April 2009

Köln: Anti-Islam-Kongress #2 @ de

Vom 8. bis 10. Mai 2009 planen "pro Köln" und "pro NRW" eine Wiederholung ihres gescheiterten Anti-Islam-Kongresses. Linksradikale und zivilgesellschaftliche Akteure haben bereits vielfältige Gegenaktivitäten angekündigt.

Info: 0178-4073314 | EA/Sanis: 0221-9327252 | Ticker: linksunten.indymedia.org/ticker/koeln09 | WAP: ticker.hingegangen.mobi | Convergence Center

Anti-Islam-Kongress #1: Berichterstattung | Auswertung ...ums Ganze! | Auswertung AKKU (Bündnis gegen "pro Köln")

Kongress #2: Edelmannová kommt | VG bestätigt Verlegung auf Barmer Platz (2) | "pro Köln" klagt am OVG | Noch mehr dubiose Gäste | Gäste springen ab | Aftershow-Demo verboten | Kooperation mit SS-Sympathisanten? | Kooperation mit SS-Sympathisanten? | Kooperation mit SS-Sympathisanten? | Kooperation mit SS-Sympathisanten? | Ablauf
Gegenaktionen: Ablauf
Gegenaktionen: Ablauf
Gegenaktionen: Ablauf
Gegenaktionen: Aufgestanden! Hingegangen! Abgepfiffen! | DE*NATIONALIZE | 8.5. Leverkusen | 8.5. Dormagen
11.4.: Letzte Mahnwache "abgepfiffen" (2)
20.4.: Polizei floppt SchülerInnen-Infoveranstaltung zu "Gewaltfalle"
25.4.: Schüler_innendemo gegen "pro Köln" | Mor-Gabriel-Demo mit "pro Köln"-Vergiftung
5.5.: Köln drei Tage vor dem Kongress
7.5.: Evangelikaler Kölner Einsatzleiter warnt vor "Kampf der Kulturen" (taz) | Interne Anreisepläne veröffentlicht
9.5.: Berichte: 1 | 2 | 3
Dieser Artikel wurde am 7. April 2009 um 17:32 Uhr veröffentlicht.

1. Mai - nazifrei! @ de


Neben vielen revolutionären Demonstrationen waren am 1. Mai 2009 Naziaufmärsche in mehreren Städten geplant. Indymedia linksunten berichtete live auf deutsch und englisch von den Protesten: Für den antifaschistischen Widerstand in Hannover, Mainz und Ulm wurden Ticker geschaltet.

Übersicht: Ticker | RSS | Mobil
Hannover: Ticker | RSS | Mobil | Feature | EA: 0511-1614765 | BVG verbietet Hannover, (Ersatz)Aufmarsch mit "mehreren 100 Teilnehmern" in Siegen ( 2 )| Bericht | Verden
Mainz wurde für die Nazis zum Desaster: Ticker | RSS | Mobil | Feature | Berichte: 1 | 2 | 3
Ulm: Ticker | RSS | Mobil | Feature | Berichte: 1 , 2 | 3
Weitere Naziaufmärsche: Neubrandenburg ( 2 )| Dresden, Bericht | Freiberg | Brno-Bruenn (CZ) | Köpenick | Tostedt | Ilmenau | Kaiserslautern | Dortmund: 1 | 2 | 3 | 4 | Barmbeck

Nazifreier 1.Mai in Berlin: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | Hamburg | Wuppertal: 1 | 2 | Leipzig | 2 | St. Petersburg | Brighton (UK) | Oldenburg | Rostock | Tübingen: 1 | 2 | Nürnberg | Frankfurt | Oaxaca | Bremen |
Dieser Artikel wurde am 7. April 2009 um 0:20 Uhr veröffentlicht.

03. April 2009

NATO-Gipfel 2009 @ de

Am 30. März demonstrierten in Freiburg knapp 2.000 Menschen unter dem Motto "Make Militarism History" begleitet von einem riesigen Polizeiaufgebot unangemeldet durch die Innenstadt von Freiburg. Drei Tage später fand in der Nähe von Straßburg eine Antirepressionsdemo (weiterer Bericht) statt, die sich gegen die militärische Überwachung und die Schikanen gegen das Anti-Nato Camp richtete. Thema der Spontandemonstration waren außerdem die in Deutschland verhängten Meldeauflagen gegen vermeintliche TeilnehmerInnen der Proteste. Im Verlauf des Tages wurden knapp 150 Menschen von der französischen Polizei festgenommen.
Auch bei der Anreise kam es an den Grenzen zu Problemen. Mit fingierten Ausreisesperren wurden Grenzübertrittsverbote wie schon einige Tage zuvor für die Volxküche (Le Sabot) gegenüber GipfelgegnerInnen (Pressemitteilung des Camps) erteilt. Diese wurden danach zum Teil wieder von den Gerichten aufgehoben. In der baden-württembergischen Grenzstadt Kehl errichteten an der Grenze abgewiesene Menschen spontan eine Mahnwache.
Wenige Stunden vor Beginn der Blockaden und Aktionen gegen das NATO-Treffen am 3. April in Baden-Baden kam es zu willkürlichen Platzverweisen für das gesamte Stadtgebiet durch die Polizei. Am Nachmittag folgten etwa 600 Menschen einem Aufruf des "Nato geht Baden"-Bündnisses, fast zehnmal soviel Polizei begleitete die Demonstration.
Ebenfalls am Nachmittag kam es in Straßburg wie schon am Tag zuvor zu Auseinandersetzungen in der Nähe des Camps in Neuhof. Dabei wurden mindestens 30 Menschen durch Plastiksplitter verletzt.
Zwei kritischen Journalisten wurden Akkreditierungsverbote für die Tagung ausgesprochen.
Für den 4. April waren Blockaden auf den Zufahrtsstraßen und eine Großdemonstration in Straßburg geplant. Auf der deutschen Seite begann um 11 Uhr in Kehl ein Ostermarsch von mehr als 6.000 DemonstrantInnen mit dem Ziel, über die Europabrücke nach Frankreich zu gelangen. Das verhinderte die Polizei und blockierte den geplanten Weg über die Brücke. An der Großdemonstration in Straßburg in einem der ärmsten Viertel von Straßburg, weit entfernt von der eigentlichen Tagung, beteiligten sich mehr als 10.000 Menschen. Dabei kam es immer wieder zu Angriffen der Polizei mit Gasgranaten, Gummigeschossen aber auch Steinen (Video) auf überwiegend friedliche TeilnehmerInnen. An der ehemaligen Grenze zu Deutschland wurde neben einer ehemaligen Zollstation auch ein Ibis-Hotel angezündet. Unbestätigten Angaben zufolge kam es am Samstag zu rund 300 Festnahmen auf beiden Seiten der Grenze, etliche DemonstrantInnen wurden verletzt. Inzwischen wurden die ersten Menschen von französischen Gerichten in Schnellverfahren verurteilt.

Berichte: (30.03.): 1 (02.04.): 1 | 2 (03.04.): 1 | 2 (04.04.): 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7
Bilder: (30.03.): 1 | 2 (02.04.): 1 | 2 (03.04.): 1 | 2 | 3 | 4 | 5 (04.04.): 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13
Videoberichte: (30.03.): 1 (02.04.): 1 (03.04.): 1 | 2 | 3 | 4 (04.04.) 1 | 2
Kommerzielle Medien: (02.04.): spiegel.de 1 (03.04.): spiegel.de 1 | spiegel.de 2 | spiegel.de 3 | ntv 1 | badische zeitung 1 | badische zeitung 2 (04.04.): spiegel.de 1 | ntv 1 | badische zeitung 1 | badische zeitung 2 | badische zeitung 3
Audio: Anti-NATO Kongress | Infopunkt Kehl Zwischenbericht | Interview mit IMI-Aktivistin | Baden-Baden 03.04. | Neues zur Vokü | Stimmungsbild aus dem Camp 02.04. | Interview mit Abgewiesenen | Mahnwache 1. April Baden-Baden

Sonderseiten: natogipfel2009.blogsport.de | nato-gipfel-2009.blogspot.com

Indymedia Linksunten | Live-Ticker (RSS-Feed | Handy) | Twitter | Print-Ausgabe | Legal-Team | Radio Dreyeckland | Open Radio
Dieser Artikel wurde am 3. April 2009 um 22:25 Uhr veröffentlicht.

02. April 2009

G20 in London @ de

In London begann am 1. April das Treffen der G20. Die zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer berieten an zwei Tagen über einen Ausweg aus der weltweiten Wirtschaftskrise, die bereits jetzt dramatische Ausmaße angenommen hat.
Ein breites zivilgesellschaftliches außerparlamentarisches Bündnis versuchte an beiden Gipfeltagen mit Aktionen auf die Ursachen der Krise aufmerksam machen und fordert Veränderungen. Im Vorfeld wurde von der britischen Regierung über die Medien versucht, die Proteste zu diffamieren, um Menschen an ihrem Recht auf öffentlichen Protest zu hindern.
Am 1. April demonstrierten mehr als 4.000 Menschen in verschiedenen Demonstrationszügen in Richtung des Bankenviertels von London. Dabei kam es zu Übergriffen durch Teile der knapp 5.000 eingesetzten BeamtInnen, mehrere Personen wurden dabei teilweise schwer verletzt, fast 90 Menschen festgenommen. Am Rande eines Polizeikessels brach ein etwa 50 Jahre alter Mann (english) zusammen und verstarb wenig später auf dem Weg ins Krankenhaus. Der Guardian veröffentlichte wenige Tage nach den Protesten ein Video, das zeigt, dass er kurz vor seinem Tod von vermummten Polizisten geschlagen wurde und zu Boden ging.
In den Abendstunden des 1. Aprils begann die Polizei ein 24-Stunden-Klimacamp im Zentrum von London zu räumen. Auch dabei wurden nach Indymedia-Berichten mehrere Personen verletzt. Am frühen Donnerstag Morgen war das Camp geräumt.
Am eigentlichen Gipfeltag begann gegen 12 Uhr die Polizei damit, das Convergence-Center (rampART) zu stürmen. (Bericht, Fotos) Die Menschen im Center hatten sich im 1. Stock verbarrikadiert, während die Polizei über das Dach und das Erdgeschoss in das Gebäude eindrang. Es kam zu Festnahmen und Verletzungen. Auch das neu besetzte Convergence Space in der Earl Street wurde durch Polizeieinheiten gestürmt (Berichte und Fotos: 1, 2, 3). Als Grund für ihr gewaltsames Vorgehen gibt die Polizei an, dass Personen aus den Centern für die Ausschreitungen am 1. April verantwortlich gemacht werden.
Eine Kundgebung für den Toten in der Nähe der Bank of England wurde am Donnerstag ebenfalls von der Polizei aufgelöst. Am Nachmittag griff die Polizei immer wieder DemonstrantInnen auf und begann damit, willkürlich Menschen zu kontrollieren und abzufilmen.

Breaking News: deutsch (01.04.) | english (01.04.) | deutsch (02.04.) | english (02.04.)
Links: IMC London | IMC UK | Twitter
Bilder: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12
Videoberichte: Augenzeugenberichte über den Todesfall (volle Version) || Klimacamp: Aufbau, Videobericht, Ruhe vor dem Sturm, Impressionen, Polizeiangriff 1 | 2 | 3 | 4 | 5 G20 City of London 1. April || Critical Mass || Bank of England: 1, 2, Drumms, Jazz, Blick von der Royal Bank of Scotland aus, Kesselbruch 1, 2 || London 4. April: Getting the Truth-March, Klage beim Europäischen Gerichtshof gegen den Kessel
Kommerzielle Medien: spiegel.de (01.04.) 1 | spiegel.de (01.04.) 2 | bbc.co.uk (01.04.) | spiegel.de (02.04.) 1 | spiegel.de (02.04.) 2
Audios: Open-Radio.nl
Dieser Artikel wurde am 2. April 2009 um 2:12 Uhr veröffentlicht.

27. März 2009

Krisenproteste in Berlin und Frankfurt am Main @ de

In Vorbereitung auf einen internationen Aktionstag am 28. März wurde ein Mobilisierungsvideo und eine Indy-Printausgabe erstellt. Die unterschiedlichen Aktionen aber auch die Forderungen der DemonstrantInnen waren Bestandteil eines extra für den Aktionstag eingerichteten Krisenradios.
Unter dem Motto: "Wir zahlen nicht!" wurden am 28. März 2009 zwei bundesweite Demonstrationen in Berlin und Frankfurt/Main organisiert. Ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, Erwerbslosen- und Sozialprotestorganisationen, entwicklungspolitischen und antikapitalistischen Gruppen mobilisierte unter dem Motto "Wir zahlen nicht für eure Krise! - Für eine solidarische Gesellschaft" zu den Demonstrationen gegen die aktuelle Krisenpolitik der Bundesregierung. Sie beteiligen sich damit an einem internationalen Aktionstag.

Anlass ist der G20-Gipfel am 1./2. April 2009 in London. Die Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten (G8-Staaten plus 12 Industrie- und Schwellenländer) treffen sich, um über Auswege aus der Krise zu beraten.
In Deutschland beteiligten sich mehr als 25.000 Menschen an den Aktionen. Teile der Demonstration in Berlin standen dabei unter ständiger Beobachtung durch das das BKA.
Trotz Versuchen, die Proteste medial zu diffamieren wird davon ausgegangen, dass die Demonstrationen in London die größten der letzten Jahre werden.

Berichte: Frankfurt: 1 | 2 | 3 | 4 Berlin: 1 | 2
Bilder: 1 | 2 | 3 | 4 | 5
Videoberichte: kanalb | freundeskreis-videoclips | youtube | kiez.tv
Audios: 1 | 2

G20 Actions | 28. März 2009 | kapitalismuskrise.org | labournet.de | Krisenfrequenz Radio | Printausgabe
Dieser Artikel wurde am 27. März 2009 um 16:55 Uhr veröffentlicht.

23. März 2009

Landenteignung in Salvador de Bahia @ de

Am 20.3.2009 wurde der Fischer- und ArbeiterInnen-Community Vila Brandão in Brasilien ein Land-Enteignungsdekret zugestellt - die kleine, arme Gemeinde im Zentrum der Stadt, mit bestem Ausblick über die Bucht von Todos os Santos, seit den 1940er Jahren dort angesiedelt, soll geräumt und dem Erdboden gleich gemacht werden. Die Gemeinde formiert sich - wieder einmal - zum Widerstand.
Dieser Artikel wurde am 23. März 2009 um 14:25 Uhr veröffentlicht.

15. März 2009

Radio Rasa in finanziellen Schwierigkeiten @ ch

Radio Rasa aus Schaffhausen steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Das Freie Radio sendet seit über 10 Jahren auf der Frequenz 107,2 MHz, die in größerem Umkreis um Schaffhausen hörbar ist. Durch eine Änderung der Förderrichtlinien des BAKOM (Bundesamt für Kommunikation) geriet das unkommerzielle Radio in eine finanzielle Schräglage. Einnahmen, die bislang für das sogenannte Gebührensplitting angerechnet werden konnten, werden seit der Änderung der Richtlinien nicht mehr berücksichtigt, was dazu führt, dass die Förderung deutlich geringer ausfällt. Radio Rasa ist eines von 8 Freien Radios in der Schweiz, und sendet wie seine Geschwister komplett werbefrei. Damit will man finanzielle Abhängigkeiten vermeiden. Durch ihren Verzicht auf Werbung sind die Freien Radios aber verstärkt auf staatliche Förderung angewiesen. Die Betreiber des Radios, der Rasa-Radioverein, hoffen nun, das finanzielle Defizit durch Benefiz-Veranstaltungen und Spenden ausgleichen zu können.

Artikel: Radio Rasa in Not

Freie Radios: Radio 3fach Luzern | Kanal K, Aarau | Radio LoRa, Zürich | Radio RaBe, Bern | Radio RaSA, Schaffhausen | Radio Stadtfilter, Winterthur | Toxic.FM, St. Gallen | Radio X, Basel
Dieser Artikel wurde am 15. März 2009 um 11:16 Uhr von radio rasa veröffentlicht.

13. März 2009

Widerstandsfrühling gegen grüne Gentechnik @ de

Auch das Jahr 2009 startet mit Widerstandsaktionen gegen die grüne Gentechnik. Nachdem im Jahr 2008 eine bislang beispiellose Serie von direkten Aktionen diverse Freisetzungen von gentechnisch veränderten Pflanzen verhindern konnte, sank dieses Jahr bereits die Fläche der angemeldeten Genfelder um rund 800 Hektar.
Aktuell: Besetzung in Groß Lüsewitz
Es gibt ab sofort eine Dauermahnwache im Dorf, wo weitere Aktionen und inhaltliche Workshops stattfinden. Dort kann auch übernachtet werden.
Dieser Artikel wurde am 13. März 2009 um 16:58 Uhr veröffentlicht.

03. März 2009

Spanien will mit Manipulation Basken regieren @ de

Gewonnen haben die baskischen Wahlen klar die moderaten Nationalisten und in Galicien stürzten die Sozialisten (PSOE) erwartungsgemäß ab und die Postfaschisten haben die absolute Mehrheit zurückgewonnen. Nach dem Ausschluss der linken baskischen Unabhängigkeitsbewegung will die PSOE in einer spanisch-nationlistischen Front mit den Postfaschisten der Volkspartei (PP) regieren, obwohl sie weit entfernt von einer Stimmenmehrheit sind und die knappe Sitzmehrheit duch die Verbote nur herbeimanipuliert haben. Die baskische Linke hat sich nicht einschüchtern lassen, mehr als 100.000 Menschen haben die Verbotenen gewählt.
Dieser Artikel wurde am 3. März 2009 um 13:13 Uhr veröffentlicht.

02. März 2009

8. März 2009 - Frauenkampftag @ ch

Der 8. März hat Geschichte...
Seit etwa hundert Jahren wird der internationale Frauenkampftag jährlich begangen und wurde 1921 auf den 8. März festgelegt. Das Datum erinnert an die Streiks der Textilarbeiterinnen in New York am 8. März 1908, die für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen kämpften. Fabrikbesitzer und Aufseher schlossen sie in der Fabrik ein, um die Solidarisierung anderer Belegschaften zu verhindern. In der Fabrik brach ein Feuer aus, 129 Arbeiterinnen starben in den Flammen. [...]

::Warum wir am 8.März immer noch auf die Strasse gehen! (Frauen Kafi Winterthur)
::Der 8. März hat Geschichte... (FrauenLesbenKasama)
::FRAU SOLL HAT DIE NASE VOLL – FRAU EINSAM KÄMPFT JETZT GEMEINSAM (Revolutionärer Aufbau)
::Gemeinsam für eine gewaltfreie Welt - unsere Ehre ist unsere Freiheit. (PJA - Partei der freien Frauen)
::Communiqué zur Frauen-Demonstration in Zürich zum internationalen Frauenkampftag 2009
::Fotos der Demo

Auf zum internationalen Frauenkampftag!
FRAUENDEMO am 7. März 2009, 13.30 Uhr, Hechtplatz Zürich

Dieser Artikel wurde am 2. März 2009 um 14:25 Uhr von Nieder mit dem Patriarchat! veröffentlicht.

19. Februar 2009

Eine Stadt im Generalstreik gegen die Krise @ de

Lebrija ist eine Kleinstadt rund 60 km südlich von Sevilla. Seit dem 18. Februar ist der Ort mit seinen 26.000 EinwohnerInnen schlagartig berühmt geworden - als erste Stadt Spaniens, in der die Bevölkerung einen Generalstreik gegen die Krise und gegen die Vetternwirtschaft der Kommunalregierung durchgeführt hat. Organisiert wurde dieser Streik, an dem sich zwischen 90 und 95 Prozent aller Beschäftigten beteiligt haben, von der anarcho-syndikalistischen Gewerkschaft CNT und einem EinwohnerInnen-Komitee, das Erwerbslose vor einigen Wochen gegründet hatten.
Dieser Artikel wurde am 19. Februar 2009 um 6:12 Uhr veröffentlicht.

16. Februar 2009

INNSE - Giù le mani! @ ch

Die Geschichte ist unglaublich, aber wahr: Am Samstag, 31. Mai 2008 erhielten die fünfzig ArbeiterInnen der INNSE in Mailand ein Telegramm des Fabrikbesitzers, alle Aktivitäten würden ab sofort eingestellt. Daraufhin eroberten sie das von privaten Sicherheitsleuten bewachte Werk und führten dreieinhalb Monate lang die Produktion in Selbstverwaltung weiter, bis die Polizei sie am 17. September aus dem Betrieb holte und die Werkstore versiegelte. Seither sind sie buchstäblich auf die Strasse geworfen und haben in einem alten, überdachten Werkseingang ihr Basislager eingerichtet. Dort treffen sie sich täglich - in den gleichen Schichten wie vorher - und bewachen rund um die Uhr die Werkstore, damit der Besitzer die Maschinen nicht abtransportieren kann. Obwohl für die INNSE ein Käufer vorhanden ist, der die Produktion sogar ausbauen will, unternehmen die Behörden nichts, um die Immobilienfirma, der das Fabrikgelände gehört, unter Druck zu setzen.
Dieser Artikel wurde am 16. Februar 2009 um 21:54 Uhr von arbeitskampf veröffentlicht.

09. Februar 2009

Dresden: 13./14. Februar 2009 @ de

6000 Neonazis marschierten auch diese Jahr wieder durch Dresden. Wie in jedem Jahr sollen damit die alliierten Luftangriffe auf eine Stufe mit der Shoa gestellt werden. Der 13. Februar 1945, ein einschneidendes Ereignis in der Stadtgeschichte und auch darüber hinaus weltweit rezipiert, ist auch Jahrzehnte nach dem Krieg in Dresden ein großes Thema. Eine Historikerkommission musste einberufen werden, um den zahlreichen Mythen zu begegnen. Langsam aber sicher tut sich in Dresden was, das Gedenken in der Stadt verändert sich und während man sich bereits in den letzten Jahren immer deutlicher von den Nazis zu distanzieren suchte, ist in diesem Jahr auch mit einem wirksamen und breiten Protest von 10.000 Bürgern zu verzeichnen. Auch Antifaschisten mobilisieren wesentlich intensiver zu Protesten. Die Nazis durften ungestört durch Dresden marschieren und griffen auf der Heimreise auch noch Gewerkschafter an. Die Antifa-Demo (4000) wurde dagegen von der Polizei schikaniert.

links: Mobivideo | Auswertung Polizeieinsatz 14. Februar (26.2.) | zusammenfassender Überblick zum 13./14. Februar (16.2.) | Kritik an der lokalen Presse (15.2.) | Nazis attackieren Bus (15.2.) | Foto-Impressionen (14.2.) | Anwohnerbericht von Nazidemo (14.2) | 4000 auf Antifademo | Naziaufmarsch 13.2. | 700 auf Kundgebung (13.2.) | 13.02. - Neonaziaufmarsch (13.2.) |Neonazis und Stadt"gedenken" (13.2.) | OVG will keine Antifa am Hauptbahnhof (13.2.), 2, 3 | News (13.2 4:10) | Aktionen der Nazis im Vorfeld (12.2.) | Neonazimobilisierung in Mecklenburg (12.2.) | Gerichtserfolg - Kundgebung am 13.02 (12.2.) | Pressekonferenz von No pasarán (11.2.) | Demotraining in Dresden (9.2.) | Ostsachsen mobilisiert nach Dresden (9.2.) | aus dem Auflagenbescheid (5.2.) | 13./14. Februar - der aktuelle Stand (3.2.) | Übersicht zum 13. Februar (1.2.) | Mit einem Handy und ein bisschen Mut... (21.1.) | Feature vom letzten Jahr mit links zu den Jahren zuvor

Technix: Treffpunkte und Infos für den 13./14. Februar | Infoveranstaltungen und Anreiseinfos | alte Karte für 14.2. | Faltblatt der AG Antifa Leipzig mit momentaner Naziroute am 14.2 | aktuellste Karte für den 14.2.
Dieser Artikel wurde am 9. Februar 2009 um 9:31 Uhr veröffentlicht.

04. Februar 2009

Indymedia linksunten online @ de

Weniger als ein Jahr nach seiner Gründung ist mit Indymedia linksunten das vierte deutschsprachige IMC online gegangen: linksunten.indymedia.org. Zu den Protesten gegen den NATO-Gipfel in Strasbourg und Baden Anfang April organisiert linksunten ein IMC im Rahmen des Convergence Centers vom 25. bis zum 31. März im Autonomen Zentrum KTS Freiburg.

Indymedia linksunten: Aufruf | 1. Treffen | 2. Treffen | 3. Treffen | Aufnahme
Dieser Artikel wurde am 4. Februar 2009 um 23:45 Uhr veröffentlicht.

30. Januar 2009

Unsere und andere Krisen @ de


Die Krise ist da und die erste Auswirkung dieser Krise ist die Fülle von Zahlen und Daten, die über unsere Köpfe ausgeschüttet wird. Täglich und stündlich werden wir mit neuen Aktienkursen, Indexzahlen und Wirtschaftsprognosen bombardiert. Täglich tauchen neue Milliarden Euro auf, die irgendwem fehlen oder fehlen könnten, und die dann vom Regierungskonto auf das Unternehmenskonto umgeschaufelt werden. Klar ist bei all dem nur, dass die Regierung die Milliarden, die sie derzeit verteilt, gar nicht hat. Wer kann da den Überblick behalten?
Dieser Artikel wurde am 30. Januar 2009 um 15:46 Uhr veröffentlicht.

29. Januar 2009

+++Newsticker: No WKR+++ @ at

Update 2.Feb. 2009, 20:00:
Im Zuge der Proteste gegen den rechtsextremen Burschiball in der Hofburg gab es letzten Freitag mindestens 9 Festnahmen. EineR der Festgenommenen ist ins Landesgericht Wien in Untersuchungshaft überstellt worden und sitzt immer noch!
Montag der 2. Februar Solidemo für den bei der WKR Ball Demo Festgenommenen und gegen Knäste.
20:00 Treffpunkt Hauptuni / Rampe.

siehe auch Solidemo fuer den Inhaftiereten der Anti-WKR-Proteste

Berichte vom 3.2.2009
Solidemo für die Festgenommen
Berichte vom 30.1.2009:
Demo gegen den WKR-Ball
Polizei eskaliert antifaschistischen Protest
Photos: No Wkr!
Im Vorfeld: "Damit den Burschenschaften am Ball nichts passiert"

Weiterlesen

Dieser Artikel wurde am 29. Januar 2009 um 14:17 Uhr von editors veröffentlicht.

28. Januar 2009

Die andere Seite des World Economic Forum (WEF) - mächtig widerständig @ ch

Auch dieses Jahr treffen sich in Davos wieder die Wichtigen und Mächtigen aus Wirtschaft und Politik zum World Economic Forum (WEF). Nachdem die Treffen in den letzten Jahren zu Luxuspartys verkamen, soll dieses Jahr wieder Ruhe einkehren, um unter dem Titel "Shaping the Post-Crisis World" über die Gestaltung der Zukunft der Welt zu diskutieren. Wie auch in den vergangenen Jahren, formieren sich auch dieses Jahr Protestbewegungen gegen das WEF.

Widerstandsformen gibt es viele - es wird gegen das WEF getanzt, gegen das Genfer Demoverbot petitioniert, Farbe gegen Banken gebeutelt und demonstriert - und der Staat kennt nur eine Antwort: Repression. Nun befinden sich ein 15-jähriger und ein 16-jähriger Schüler, die im Rahmen einer Nahbereichsfahndung nach der Einfärbung der UBS Fassade am Paradeplatz in Zürich am 17. Januar verhaftet worden sind, nach wie vor in Untersuchungshaft. Diese zwei jungen Menschen brauchen unsere Unterstützung! Des Weiteren wurde eine anti-WEF Demonstration in Solothurn von der Polizei mit Gummischrot angegriffen und die Grossdemonstration in Genf, die für den 31. Januar geplant ist, wurde von Polizei und Behörden verboten. Es wird jedoch weiter auf diese Demonstration mobilisiert: [ Smash WEF! 14 Uhr, Rue due Mont Blanc, 31.01.09, Genf ] Die Antirepressions-Telefon (Deutsch): 077 414 99 60 - und weitere Antirep Informationen.

Update:
Die Polizei liess eine Platzkundgebung in Genf zu, setzte dann, als die Demonstration loslaufen wollte, aber Tränengas ein. Darauf kam es vor allem um den Bahnhof herum zu verstreuten Scharmützeln. (erste Fotos) Es wimmelt von Polizei und es kam mindestens zu Einsatz von Gummischrot und Tränengas. Ausserdem kam es zu zahlreichen Verhaftungen.
In Bern scheinen seit Nachmittag diverse Polizeikräfte in Bereitschaft zu sein. Gegen 17 Uhr stehen rund um den Berner Hauptbahnhof Wannen bereit. Auch hinter der Passerelle stehen Polizeikräfte bereit. 20:00 Uhr: Es finden Personenkontrollen statt.

Kritische Perspektive | Aktivitäten | Newswire | Links | Geschichte des Widerstandes
Dieser Artikel wurde am 28. Januar 2009 um 22:45 Uhr von mafalda ;) veröffentlicht.

25. Januar 2009

FFM: Konflikt um Flughafenausbau spitzt sich zu @ de

Seit Mai 2008 besetzen UmweltaktivistInnen einen Teil des Kelsterbacher Waldes bei Frankfurt. Dort soll, nach den Plänen der Fraport (Betreibergesellschaft des Flughafens), in den nächsten Jahren die neue Landebahn Nordwest entstehen. 300 Hektar Wald sind akut von den Plänen bedroht, die Rodungsarbeiten haben vor kurzem begonnen.

Die Polizei hat mit Unterstützung von privaten sog. Sicherheitsunternehmen weite Teile des bedrohten Gebietes (inkl. des Camps der BesetzerInnen) eingezäunt, Zugang zum Camp erhält nur noch, wer sich einer Personalienfeststellung und in vielen Fällen auch einer Durchsuchung unterzieht, wobei viele Menschen willkürlich abgewiesen werden.

Unterdessen haben in der Region mehrere Demonstrationen stattgefunden, eine davon am 31.1. in Kelsterbach mit über 600 TeilnehmerInnen.

25.1.: Neuigkeiten aus Kelsterbacher Gehege
26.1.: Wie weiter am Frankfurter Flughafen?
1.2.: Auf der Spur der Wortbrecher ...nach Kelsterbach
Dieser Artikel wurde am 25. Januar 2009 um 10:27 Uhr veröffentlicht.

22. Januar 2009

Spiegelserver von Indymedia UK beschlagnahmt @ de

Am 22. Januar 2009 wurde ein Server von Indymedia UK in Manchester von der Polizei beschlagnahmt. Die Anordnung ging von einem Richter an die Polizei in der Grafschaft Kent. Die Beschlagnahme steht womöglich in Zusammenhang mit Artikeln auf Indymedia, die über das sogenannte "SHAC 7-Verfahren" berichteten. In diesem Verfahren wurden am 21. Januar sieben AktivistInnen der Kampagne "Stop Huntingdon Animal Cruelty (SHAC)" zu insgesamt 50 Jahren Haft verurteilt.

Indymedia International: IMC UK | IMC Athen | IMC Barcelona [en] | IMC Brasil | IMC Indybay | IMC Irland | IMC New York | IMC Polen | IMC Schweiz

Andere Medien: Gulli (de) | Annalist (de) | heise online (de) | The Register (en) | SchNews (en)

Vorherige Beschlagnahmungen: September 2004 London (en) | Juni 2005: Bristol (en)
Dieser Artikel wurde am 22. Januar 2009 um 23:43 Uhr veröffentlicht.

Köln: Kampagne für ein autonomes Zentrum @ de

Die Schnapsfabrik war ein selbstverwalteter Ort in Köln, der Anfang dieses Jahres vom Bauaufsichtsamt geschlossen wurde. Aus der Wut über das Vorgehen des Bauamtes und aufgrund des Fehlens selbstverwalteter Räume in Köln hat sich die Gruppe Pyranha gegründet, deren erste Aktion eine Demo für ein autonomes Zentrum am 31.01. in Köln ist.

Pyranha – Kampagne für ein autonomes Zentrum

19.12.: Schnapsfabrik vor dem Aus
23.1.: Brandt im Bauordnungsamt
31.1.: 1000 Menschen auf Freiraumdemo | Tanzdemo für ein autonomes Zentrum | Fotos von der Demo
Dieser Artikel wurde am 22. Januar 2009 um 0:12 Uhr veröffentlicht.

17. Januar 2009

Zur Kirchenbesetzung in Zürich @ ch

Die Zürcher Predigerkirche wurde am 19. Dezember 2008 von rund 150 Sans-Papiers mit Unterstützung des Bleiberecht-Kollektivs besetzt. Auf den Tag genau ein Jahr zuvor wurde aus Protest gegen die Verschärfungen im Asyl- und Ausländerrecht die Grossmünster-Kirche besetzt. Während den folgenden 16 Tagen wurde die Predigerkirche nun über Nacht zu einem Schlafraum, tagsüber und abends zu einem politischen Ort. Mit der Aktion wurde eine humane, unbürokratische Umsetzung der gesetzlich verankerten Härtefallregelung gefordert und die Aufhebung des Arbeitsverbotes für abgewiesene Asylsuchende sowie Papiere für alle Papierlosen. Am 4. Januar 2008 zogen die BesetzerInnen weiter in die St. Jakob Kirche, wo die Aktion schliesslich am 7. Januar, zwei Tage nach den für die AktivistInnen enttäuschenden Gesprächen mit dem zuständigen Regierungsrat, beendet wurde.

Im Folgenden möchten wir einen Überblick über die Kirchenbesetzung geben und auf politische und rechtliche Hintergründe eingehen.

Ausführlicher Artikel mit Informationen zu: Asylgesetz / Härtefallpolitik / Nothilfe-Regime / Vorgeschichte / Kirchenbesetzung / Gespräch mit Regierungsrat / Zusätzliches
Weiterer Artikel: Besetzung der Zürcher Predigerkirche

Links: Bleiberecht-Kollektiv Zürich | a-films
Dieser Artikel wurde am 17. Januar 2009 um 12:40 Uhr von random a-films activist veröffentlicht.

12. Januar 2009

Indymedia abschalten? Bundesweites Treffen! @ at

Knapp eineinhalb Jahre sind vergangen seit dem Relaunch von at.indymedia.org. Die Hoffnungen auf eine wachsende Beteiligung an Berichterstattung, Moderation und Wartung haben sich leider nicht auf Dauer erfüllt.

Worum gehts?

Das ModeratorInnen-Kollektiv arbeitet seit Monaten unterbesetzt und ist nicht in der Lage die anhaltenden Flamewars zu bewältigen. Um die Moderation zu entlasten haben wir uns dazu entschlossen die Kommentarfunktion bis zum Bundesweiten Treffen zu deaktivieren. Artikel können und sollen nach wie vor gepostet werden.

Fest steht, dass die Seite in diesem Zustand nicht weiter betrieben werden kann. Konkret bräuchte es dringend mehr Menschen die sich an der Moderation beteiligen. Natürlich macht diese Arbeit auch nur dann Spaß und Sinn, wenn es viele selbst geschriebene Artikel und ergänzende Kommentare gibt. Beides derzeit eher Mangelware.

Indymedia heißt die Dinge selber in die Hand zu nehmen! Indymedia heißt aber auch die Dinge beim Namen zu nennen. "Indymedia abschalten" steht daher genauso im Raum wie die Diskussion über (zeitgemäßere?) Alternativen.

Participate your opinion...

...beim bundesweiten Treffen am 31. Jänner ab 13:00 in der Medienwerkstatt im EKH, Wielandgasse 2-4, Wien.

Auch wenn du nicht persönlich kommen kannst ist deine Meinung gefragt. Über die offene Mailinglist kannst du dich an der Diskussion beteiligen.

Zum selber Machen: Flyer als pdf

Weiterlesen

Dieser Artikel wurde am 12. Januar 2009 um 17:20 Uhr von superuser veröffentlicht.

10. Januar 2009

[München] Sicherheitskonferenz 2009 @ de

Zum 45. Mal tagte vom 6. bis 8. Februar die so genannte "Sicherheitskonferenz" im Münchner Hotel "Bayerischer Hof". Zum 60. Jubiläum brachten sich auch die GegnerInnen des "NATO-Treffens" in Stellung. Das Motto lautete dieses Jahr: "München: Smash We Can - Siko 2009 angreifen!" (Aufruf).
Aktuell: Linksunten.indymedia.org | 6000 auf der Demo | Ein Zivi auf der Demo | Berichte auf Luzi-M | Natogipfel-Blog |... weiter nach Straßburg! (Aufruf)
weitere Infos: Informationen | Termine | Busse | Infoveranstaltungen | Hintergrundbericht | No-Nato | Autistici | Aktionsbündnis | Aufruf | Mobilisierungsvideo | ver.di |Interview
Dieser Artikel wurde am 10. Januar 2009 um 13:19 Uhr veröffentlicht.

08. Januar 2009

Krieg in Gaza: Ein Überblick @ de

Am 27. Dezember hat die israelische Luftwaffe mit Angriffen auf den Gazastreifen begonnen, am 03.01. startete sie eine Bodenoffensive. Bislang sind weit über 1000 Menschen, darunter viele ZivilistInnen, dem Angriff zum Opfer gefallen. Tausende Verletzte wurden gemeldet. Aus dem Gazastreifen werden unvermindert selbstgebaute sog. Qassam-Raketen auf israelische Siedlungen und Städte geschossen. Auf israelischer Seite haben bisher 14 Menschen ihr Leben verloren, vier davon ZivilistInnen. JournalistInnen und Hilfsorganisationen ist der Zugang nach Gaza verwehrt. Am 06.01. beschoss die israelische Luftwaffe zwei Schulen der UN, in der sich ZivilistInnen befanden, mindestens 40 von ihnen wurden getötet. Laut Presseberichten setzt die israelische Armee auch Bomben mit weißem Phosphor ein. Am 08.01. wurden Raketen aus dem Libanon in den Norden Israels geschossen, die die israelische Armee ebenfalls mit Raketen beantwortete.

Die Bevölkerung des Gazastreifens erlebt eine weitere Katastrophe. Der dicht bevölkerte Landstrich leidet seit Monaten unter den Sperrungen der Grenzübergänge durch die israelische Armee und die fehlenden Lieferungen von Grundnahrungsmitteln und Treibstoff. Die Krankenhäuser sind überfüllt, es fehlen Medikamente und Instrumente, um die Menschen zu behandeln (Bericht medico international).

Weltweit demonstrieren tausende gegen den Krieg und fordern ein Ende der Angriffe.

Mehr: Interviews von vor Ort mit Hamas-Sprecher Fawzi Barhoum und mit einer britischen Aktivistin in Rafah sowie mit Haggai Matat von der Coalition against the War on Gaza

Bilder: 1, 2 | Demonstrationen | Erklärungen | Berichte | Spendenaufrufe

Unabhängige Nachrichten: IMC Israel, AIC, ei, ISM, Free Gaza, Physicians for Human Rights Israel, IMC Global, IMEMC, Gush Shalom, Ma'an News Agency, Anarchists Against The Wall, ZNet | Web 2.0: Al Jazeera Gaza News, Gaza News, Israel Consulate | Bilder: Flickr, activestills | Videos: YouTube, Al Jazeera English, IDF | Blogs: Diaries: Live from Palestine, In Gaza, Blogschau tagesschau, Blog israelischer Menschenrechtsgruppen
Satire: Der Nahost-Konflikt und die deutsche Linke
Dieser Artikel wurde am 8. Januar 2009 um 23:00 Uhr veröffentlicht.

07. Januar 2009

Urteilsverkündung zum Tod Oury Jallohs/Dessau @ de

08. Dezember 2008 // 9.00 - 18.00 Uhr
„Das, was hier geboten wurde, war kein Rechtsstaat und Polizeibeamte, die in einem besonderen Maße dem Rechtsstaat verpflichtet waren, haben eine Aufklärung verunmöglicht. All diese Beamten, die uns hier belogen haben sind einzelne Beamte, die als Polizisten in diesem Land nichts zu suchen haben.“
Nach 59 Verhandlungstagen Freisprüche für beide Angeklagte // Richter Manfred Steinhoff macht Aussageverhalten von Polizisten für das Scheitern eines rechtsstaatlichen Verfahrens verantwortlich // Proteste und Tumulte nach Urteilsverkündung
Dieser Artikel wurde am 7. Januar 2009 um 0:10 Uhr veröffentlicht.

28. Dezember 2008

Chaos Communication Congress 2008 @ de

Vom 27. bis 30. Dezember fand im Berliner Congress Center der "25C3" statt. Im jährlichen (2007) veranstalteten Kongress des Chaos Computer Clubs (CCC), dieses Jahr unter dem Motto "Nothing to hide", gab es wieder einiges zu sehen und zu hören. Während im letzten Jahr 3000 Besucher die Veranstaltung besuchten, sind die Tickets in diesem Jahr mittlerweile bereits am ersten Tag ausverkauft. Die Veranstaltungen in den drei Säälen konnten aber alle live im Internet verfolgt werden oder im Nachhinein als Videos betrachtet werden, ferner sind dort Radiomitschnitte sowie Bilder verfügbar. Auch in diesem Jahr nahmen an dem Kongress wieder viele Gäste aus aller Welt teil. Neben den Vorträgen konnten auf unzähligen Workshops beispielsweise TVBGones um die Wette gelötet, an einem BTX-Terminal ein Website besucht werden. Auch konnten schon mehrere System-Admins auf Sicherheitslücken für die von ihnen betreuten Seiten aufmerksam gemacht werden. Auch die NPD wurde bedacht. Der CCC wertet diesen Kongress als Erfolg. Der AK Vorrat veranstaltete gleich zwei Demos zur Vorratsdatenspeicherung: 29.12.(Berlin) und 31.12. (Hamburg) [Bericht auf Heise].

Fotos auf Flickr | Congressradio auf Freie Radios und dem CCC Wiki | Videomitschnitte der Vorträge
Dieser Artikel wurde am 28. Dezember 2008 um 6:54 Uhr veröffentlicht.

24. Dezember 2008

Linksruck bei größter spanischer Gewerkschaft @ de

Die größte spanische Gewerkschaft hat einen neuen Vorsitzenden. Auf ihrem neunten Gewerkschaftskongress wählten die 1001 Delegierten der Arbeiterkommissionen (CCOO) in der Hauptstadt Madrid Ignacio Fernández Toxo zum neuen Chef. In einer Kampfabstimmung setzte sich der aus Galizien stammende Toxo knapp mit einem Vorsprung von nur 28 Stimmen gegen den umstrittenen José María Fidalgo durch. In acht Jahren hatte der die einst kommunistisch dominierte Gewerkschaft sehr weit nach rechts geführt. Die Zeit des rechten Fidalgos, unter dessen Führung er die Gewerkschaft an die postfaschistische Volkspartei (PP) herangeführt hatte und auch in Korruptionsskandale verwickelt war ist vorbei ( http://de.indymedia.org/2005/04/112951.shtml)
Dieser Artikel wurde am 24. Dezember 2008 um 9:02 Uhr veröffentlicht.

Kommunisten kontrollieren Vereinte Linke @ de

Die Vereinte Linke (IU) in Spanien hatte ihre Führungskrise ( http://de.indymedia.org/2008/11/233150.shtml) überwunden. Am Sonntag (vor einer Woche, hatte vergessen den Artikel zu posten, sorry) hat der Föderale Parteirat mit Cayo Lara einen Generalkoordinator gewählt, nachdem dies der Koalition nach dem vorzeitigen Rücktritt von Gaspar Llamazares auf dem Parteikongress im November nicht gelungen war ( http://de.indymedia.org/2008/11/232831.shtml). Er hatte angesichts der massiven Stimmenverluste bei den Wahlen nach massiven Rücktrittsforderungen aufgegeben, nachdem er die IU fast in die Bedeutungslosigkeit geführt hatte. Bei den Parlamentswahlen im März, büßte sie sogar ihren Fraktionsstatus ein. Sie erhielt noch zwei Sitze, wobei einer auf die katalanischen Linksgrünen (ICV) entfiel.
Dieser Artikel wurde am 24. Dezember 2008 um 8:52 Uhr veröffentlicht.

20. Dezember 2008

Ffm: Duldung für ehemaliges JUZ läuft aus @ de

Am Donnerstag, dem 18. Dezember veranstaltete die Initiative »Faites votre jeu!«, die das ehemalige JUZ Bockenheim in der Varrentrappstraße 38 in Frankfurt am Main seit dem Sommer besetzt hält, eine öffentliche Pressekonferenz. Anlass war die am 15. Januar 2009 auslaufende Duldung der Stadt, die in dem Haus ein Verwaltungsgebäude für die angrenzende Schule für Bekleidung und Mode einrichten will.
Dieser Artikel wurde am 20. Dezember 2008 um 18:47 Uhr veröffentlicht.

17. Dezember 2008

Aufstand in Griechenland @ ch

Seit dem Tod des 15 Jährigen Alexis Grigoropoulos durch eine Polizeikugel am 6. Dezember scheint in Griechenland alles aus den Fugen zu geraten. Seit Tagen halten die Unruhen und Proteste so wie Besetzungen von Schulen, Rathäusern, TV- und Radiostationen an. Zunehmend werden ganz konkrete politische Forderungen laut. Die Beteiligten selbst und laut Umfragen auch das Gros der griechischen Bevölkerung sprechen nicht mehr von spontaner Wut und Trauer, sondern sehen die Ereignisse als einen Volksaufstand (popular Insurection).
Dieser Artikel wurde am 17. Dezember 2008 um 17:50 Uhr von endlich ein Feature bei indy.ch veröffentlicht.

10. Dezember 2008

Blogger welcome. @ de

In den letzten Monaten konnte bisweilen der Eindruck entstehen, Blogeinträge seien auf Indy unerwünscht. Dieser Eindruck ist falsch. Vielmehr war im Konzept der deutschen Indyseite (welches ja schon über 7 Jahre alt ist) kein rechter Platz, um die Postings einzuordnen. Oft wurden sie dann als crosspost oder Kommentar im Openposting Bereich belassen.
Seit geraumer Zeit wird die Idee eines "Blogwire", welcher neben dem Newswire Blogeinträge syndiziert, diskutiert. Es gab nie wirklich Kritik an der Idee, allein die technische Umsetzung scheitert bis heute an unserer veralteten Technik. Bis das neue CMS fertig ist, wird diese Rubrik als Übergangslösung bestehen bleiben. Weiterlesen...
Dieser Artikel wurde am 10. Dezember 2008 um 19:56 Uhr veröffentlicht.

08. Dezember 2008

Mexiko: Allein gegen die Mafia @ de

Die mexikanischen Drogenkartelle überziehen das Land mit einer Welle der Gewalt. Der politisch angeschlagene Präsident Felipe Calderón setzt weiter auf eine militärische Lösung des Konfliktes
Dieser Artikel wurde am 8. Dezember 2008 um 19:28 Uhr veröffentlicht.

Griechenland: Wütende Kämpfe gegen Staatsautorität will Befreiung @ at

Ein zunächst verbaler Streit zwischen einer übermotivierten Polizeistreife und einer Grupper Schüler im Athener Stadtteil Exarxchia, das für seine alternative Szene bekannt ist, eskaliert, als die Polizei sich Respekt als Staatsautorität verschaffen will. Einer der Polizisten zieht seine Waffe und schießt aus kurzer Entfernung auf einen der Jungendlichen, Alexandros Grigoropoulos, gerade erst 15 Jahre, stirbt. Der Mord an Alexis zieht innerhalb kürzerster Zeit weite Kreise. In über zehn Städten kommt es seit Tagen zu Massendemonstrationen und hefitgen Ausschreitungen, die u.a. immer wieder Polizeireviere angreifen.
Der Mord in Exarxchia löst eine gesamtgesellschaftliche Kritik am Staat aus, das seit der Mitte-Rechts-Regierung in Griechenland immer repressivere Züge angenommen hat, die mit dem Folterskandal an Flüchtlingen und dem Mord an Alexis lediglich die erkennbare Spitze einer Staats-Brutalität sichtbar macht. Die bis dato anhaltende Wut auf den Strassen ist Resultat einer langen Unterdrückungspolitik, die nun Befreiung will.

Berichte: Griechenland: Proteste gehen weiter +++ [url="http://at.indymedia.org/node/12307"]Funke oder Flächenbrand?[/url] +++ Bericht von den Straßenkämpfen in Griechenland +++ Polizei ermordet 15 jährigen in Griechenland

Die Proteste haben sich nun auch ausserhalb Griechenlands ausgeweitet, Demos und Besetzungen von Konsulaten u.a. in Lodon, Berlin, Wien

Weiterlesen

Dieser Artikel wurde am 8. Dezember 2008 um 14:42 Uhr veröffentlicht.

07. Dezember 2008

Griechenland: Polizist erschießt Jugendlichen @ de

Nach verbalen Auseinandersetzungen und gegenseitigen Beleidigungen zwischen der Polizei und einer Gruppe Jugendlicher im alternativen Viertel Exarchia, zog der 37jährige Polizist Epaminondas Korkoneas nach Zeugenaussagen in den Abendstunden des 6. Dezember seine Dienstwaffe und schoss. Dabei wurde der 15-jährige Alexandros Grigoropoulos vermutlich durch einen Querschläger tödlich in die Brust getroffen. Die beiden verantwortlichen Polizisten sitzen seitdem in Untersuchungshaft.
Der Tod rief heftige Proteste in ganz Griechenland und Solidaritätsaktionen weltweit hervor. Nach Schüssen auf einen 21-jährigen Bereitschaftspolizisten vor einem Polizeiposten in Athen einen Monat nach den tödlichen Schüssen auf Alexandros wurden mehrere dutzend Menschen bei Razzien festgenommen.

Solidemos in Deutschland: Hamburg (1),(2) | | Berlin (1), (2) | Köln | Bremen (1),(2) | Schneverdingen | Dresden | Hannover (1), (2), (3) | Potsdam | Jena (1),(2) | Konstanz | Rostock | Dortmund | Frankfurt am Main (1), (2) | Leipzig | Düsseldorf | Bielefeld | Ravensburg | Oldenburg | Minden | Nürnberg | Saarbrücken | Osnabrück | Erlangen | Magdeburg (1), (2) | München (1), (2) | Kiel (1), (2), (3) | Münster | Esslingen | Würzburg | Weimar | Freiburg | Krefeld | Unterfranken | Glauchau | Detmold

Internationaler Aktionstag am Samstag 20.12.2008, Aktionen in Deutschland:
Hamburg (1), (2) | Frankfurt a.M. (1), (2)

Presseübersicht (geupdatet 05.01.):
spiegel.de | fr-online.de | derstandart.at | welt.de | sueddeutsche.de | zeit.de | stern.de | bbc.co.uk (engl)
Indymedia:
Hintergrund (1) | (2) | (3) | (4) | Kurzmeldung (06.12) | Übersicht (07.12.) | indymedia.org.uk | athens.indymedia.org (1) | (2) | (3) | (4)
Blogs:
alexisg.blogsport.de | occupiedlondon.org/blog/ (engl) | entdinglichung.wordpress.com | anarchiststrategy.blogspot.com (engl) | tearsandangergreece.blogsport.de
Videoberichte:
yahoo.com (06.12.) | yahoo.com (07.12.) | tagesschau.de (07.12.) | tagesschau.de (09.12.) | spiegel.de (07.12.) | spiegel.de (08.12.) | spiegel.de (09.12.) | spiegel.de (10.12.) | spiegel.de (11.12.) | reuters (08.12.) | reuters (09.12.) | reuters (10.12.) | reuters (11.12.) | bbcnews.com (07.12.) | bbcnews.com (08.12.)

Update (08.12.): Neben der griechischen Botschaft in London (Fotos der Besetzung), wurde am 08.12. auch das griechische Konsulat in Berlin besetzt. (Video (1) | Video (2))
Dieser Artikel wurde am 7. Dezember 2008 um 12:21 Uhr veröffentlicht.

30. November 2008

Wie geht's weiter mit Indymedia? @ de

Wie das globale Indymedia-Netzwerk ("IMCN") ist auch das Indymedia Center ("IMC") Germany nicht mehr das jüngste Projekt - in den sieben Jahren seitdem die Website als nach wie vor wichtigster Medienkanal von IMC Germany online ging hat sich vor allem das Internet stark gewandelt, Indymedia aber kaum. Angetreten war IMC Germany unter anderem mit dem als wichtig empfundenen Ziel, jeder und jedem eine non-kommerzielle Plattform zu bieten um Nachrichten verbreiten zu können. Zwar wurde dieses Ziel schnell erreicht und es ist auch heute noch ein Dienst den Indymedia Germany bietet, aber das Netz selbst hat sich seitdem extrem verändert und es wird höchste Zeit zu evaluieren ob sich Indymedia vor diesem Hintergrund nicht auch verändern sollte, und wenn ja, wie.
Dieser Artikel wurde am 30. November 2008 um 14:04 Uhr veröffentlicht.

26. November 2008

"Freiheit stirbt mit Sicherheit!" - Widerstand gegen neues Versammlungsgesetz in BaWü @ de

Baden-Württemberg (AMK_rn). Die Regierung Baden-Württembergs hat eine Reform des Versammlungsgesetzes beschlossen. Das neue Gesetz, welches am 1. Januar 2009 in Kraft treten soll, wird die schon jetzt bestehenden Einschnitte des Versammlungsrechtes weiter verschärfen. Das Versammlungsgesetz orientiert sich inhaltlich an dem bayrischen Vorbild.

Die Implementierung in Baden-Württemberg wundert indes nicht, steht doch das 60. NATO-Jubiläum im April nächsten Jahres an. Die Pläne der CDU geführten Regierung hatten und haben in Baden-Württemberg vielerorts breite Proteste zur Folge. So sind beispielsweise eine Reihe von Demostrationen angekündigt.

Auch in Niedersachsen soll nun ein neues Versammlungsgesetz, in Anlehnung an das bayrische Modell, in Kraft treten (1, 2, 3). Hiermit spielen Bayern und Baden-Württemberg erneut eine Vorreiterrolle für repressive Gesetzesentwürfe. Es ist zu erwarten, dass weitere unionsgeführte Länder folgen werden.

Feindaufklärung: Das Innenministerium zur geplanten Gesetzesänderung | Versammlungsgesetz des Bundes im Original
Informatives: Blog zum Versammlungsgesetz in BaWü | Interview bei Radio Dreyeckland zur geplanten Reform
Aktionen: Mannheim | Stuttgart (1), (2), (3), (4) | Freiburg (1), (2), (3), Fotos, Video, Audio
Dieser Artikel wurde am 26. November 2008 um 0:20 Uhr veröffentlicht.

18. November 2008

Vereinte Linke in Spanien führungslos @ de

Die schlimmsten Befürchtungen sind auf dem Kongress der zerstrittenen Vereinten Linken (IU) in Spanien eingetreten. Statt sich auf einen Einigungskurs zu begeben ( http://de.indymedia.org/2008/11/232831.shtml) ist sie nun sogar führunglos. Die verschiedenen Fraktionen konnten sich nicht auf einen Kandidaten verständigen und die Spaltung der Koalition rückt immer näher ( http://de.indymedia.org/2008/10/230707.shtml).
Dieser Artikel wurde am 18. November 2008 um 10:50 Uhr veröffentlicht.

No Job? @ de

Die Zahl der offenen Stellen, die bei den Arbeitsagenturen gemeldet sind, ist im dritten Quartal 2008 auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Jahren gesunken. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) teilte am Montag mit, dass das Stellenangebot auf mittlere Sicht weiter abnehmen werde.
Die Grafik zeigt, dass die Abnahme der offenen Stellen keine deutsche Besonderheit ist, sondern von der weltweiten Krise des Kapitalismus kommt.
Dieser Artikel wurde am 18. November 2008 um 8:44 Uhr veröffentlicht.

15. November 2008

Das Klima wandelt sich - der Krieg bleibt @ ch

Nach Jahren der Abstinenz ist die Diskussion um AKWs zurückgekehrt. Die Atomlobby nutzt die Gunst der Stunde im Rahmen der internationalen Klimadiskussion auf ihre angeblich saubere Energieproduktion aufmerksam zu machen. Im Sommer 08 hat der Schweizer Strom- und Atomkonzern Atel gar beim Bundesamt für Energie ein Rahmenbewilligungsgesuch für ein neues Atomkraftwerk im Solothurner Niederamt eingereicht und auch über einen längeren Betrieb der alten AKWs wird in Bern bereits heftig diskutiert.

Nicht nur in der Schweiz, auch Global gibt es eine erneut aufflammende Diskussion. In Hamburg fand diesen Sommer ein Antirassismus- und Klimacamp statt und in Gorleben legen sich aktuell wieder viele tausend Menschen quer. (en / mehr).

In der Schweiz hat sich ein breites Bündnis zusammengefunden, welches die sofortige Abschaltung der bestehenden AKWs, sowie keine neuen fordert. Der Protest macht dabei auch darauf aufmerksam, dass Atomkraftwerke immer auch Atomwaffen produzieren. Ebenso sei bezüglich erneuerbaren Energien eine gesamtgesellschaftliche Neuausrichtung nötig, denn nur mit erneuerbaren Energien kann der immense Strombedarf nicht gedeckt werden.

Am internationalen Aktionstag vom 29. November, an welchem auf die Situation in verschiedenen Ländern durch Aktionen, Kundgebungen etc. aufmerksam gemacht werden soll, fand in Zürich eine Demonstration zu der das Aktionsbündnis Anti-AKW aufgerufen hat statt.
Fotos | Bericht | Flugblatt | Kerzenaktion in Basel | Besuch des AKW Gösgen | Infoveranstaltung zum Schrottreaktor Mühlenberg

Währendessen liess sich eine Schweizer Polizeidelegation im Wendland (Gorleben) zeigen, wie allfällige zukünftige Blockaden verhindert werden könnten.

Broschüre «Schöne neue atomare Welt» des schweizerischen Friedensrates (PDF) | Homepage des Aktions Bündnisses Anti Atom | weitere Artikel | Links
Dieser Artikel wurde am 15. November 2008 um 12:06 Uhr von hundertausendmalquer veröffentlicht.

11. November 2008

Es kriselt... @ ch

Vom "Staatssozialismus für Reiche" und dem kriselndem Kapitalismus ist in der bürgerlichen Presse zu lesen. Mit der Überschrift "Capitalism can still do good" versucht die Financial Times, mit Hinweis auf den 'Philantrophiekapitalismus', zu retten was noch zu retten ist. Doch die Finanzkrise treibt die Weltwirtschaft in eine Rezession mit düsteren Aussichten für ArbeiterInnen, Arbeitslosen, RentnerInnen und für die Armen dieser Welt. Täglich folgen neue schlechte Nachrichten: Kurzarbeit, Senkung der Mindestzinssätze der Pensionskasse auf 2%, schwindende Kaufkraft und Inflation.

Nach der 68 Milliarden Finanzspritze für die UBS organisierten Gewerkschaften, attac, SP und Grüne unter dem Motto "Schluss mit der Abzockerei" eine Demonstration in Zürich am 15. November. Gleichzeitig mobilisierten anarchistische und kommunistische Gruppen auf diese Demo, an der 3500 Menschen teilnahmen. "Wir fordern eine radikale Abkehr von diesem Spiel mit unseren Existenzen und eine Wirtschaft die sich nach den Bedürfnissen aller richtet."

Links: Stop the game | Revolutionärer Aufbau Schweiz | Unia
Dieser Artikel wurde am 11. November 2008 um 21:29 Uhr von ((i)) veröffentlicht.

09. November 2008

Global Action Day for Education @ de


Am 5. November fand der globale Aktionstag für eine freie und emanzipatorische Bildung statt. Eine internationale Vernetzung von Studierenden rief dazu auf (Video-Call), heute gemeinsam gegen die Kommerzialisierung vorzugehen.
Es kam zu reger internationaler Beteiligung, unter anderem in Bangladesh, Deutschland, England, Irland, Kanada, Kolumbien, Kroatien, Liberia, Österreich, Serbien, Türkei und USA. In Deutschland gab es kleinere Aktionen in Heidelberg, Hamburg, Frankfurt und Marburg; in Düsseldorf und Mannheim gab es Demonstrationen.

Artikel: Argentinien | Bulgarien (English) | England (1, 2) | Frankfurt Übersicht, Feldforschung | Hamburg | Heidelberg | Irland (1, 2, 3) | Kroatien (1, 2, 3) | Mannheim | Ungarn( Photos) | USA | Wien

Videos: Kanada 1, 2 | Ungarn



Schulstreik
Am Mittwoch, 12. November, fand der bundesweite Schulstreik statt. Eine immens große Beteiligung bundesweit von mehr als 100.000 SchülerInnen machte diesen Tag alleine schon zu einem riesigen Erfolg. Zusätzlich kam es zu mehreren Besetzungen und Stürmungen von Bannmeilen. (Übersichtartikel 1, 2) Berichte aus:
Berlin (Fotos, #2, Auswertung, Resümee) | Bonn | Braunschweig (2) | Buchholz | Dresden | Duisburg | Frankfurt | Glinde | Hamburg (Besetzung Schulbehörde) | Hannover | Lübeck | Lüneburg | München | Nürnberg | Oldenburg

Dieser Artikel wurde am 9. November 2008 um 11:50 Uhr veröffentlicht.

08. November 2008

Bundeswehr in den Hochschulen @ de

Military Studies und Sonderforschungsbereich 700

Lehre und Forschung an den Universitäten stehen unter dem Einfluss der Bundeswehr. Unter Protest wurde an der Uni Potsdam der erste Studiengang in direkter Kooperation mit zwei Bundeswehr-Instituten (1|2) gestartet: Military Studies. Auch der Sonderforschungsbereich 700 federführend ist die FU Berlin, produziert Kriegs- und Herrschaftswissen für globale Interventionen. Eine erste Protestaktion sowie kritische Artikel (1|2) und Veranstaltungen sind entstanden. Beim Langen Tag des Antimilitarismus, 26.10.08 in Berlin, wurden weitere anstehende Initiativen vorgestellt (1|2).
Dieser Artikel wurde am 8. November 2008 um 16:13 Uhr veröffentlicht.

Die Ausland AG @ de


Globalisierung ist aus einer Streitfrage zu einem Faktum geworden. Kapital- und Warenströme graben sich immer tiefere und breitere Kanäle rund um den Globus. Deutsches Kapital und Waren aus Deutschland sind in Mengen beteiligt. Bis vor kurzem konnte man meinen, nur ein paar "Global Players" wie Siemens oder Daimler-Benz drehten das große Rad der Weltwirtschaft. Inzwischen wissen wir, dass bis dahin unbekannte Kleinbanken in Deutschland und noch unbekanntere Stadtkämmerer an dem internationalen Finanzrad mitgedreht haben. Die wichtigsten deutschen Aktienunternehmen machen mehr Umsatz im Ausland als im Inland.
Siehe auch: Weltweiter Warenverkehr
Dieser Artikel wurde am 8. November 2008 um 15:05 Uhr veröffentlicht.

01. November 2008

[Castor08] für ein ganz anderes Kl!ma @ de

Am Freitag Abend verließ ein Transport mit elf Atommüll-Behältern die Plutoniumfabrik La Hague [Zeitplan, Streckenplan]. Auf der Fahrt wurde er durch verschiedene Aktionen von AtomkraftgegnerInnen über 20 Stunden aufgehalten - so lange wie noch kein Transport in der Geschichte.

Nicht nur das öffentlich gewordene Desaster im "Versuchs"-Atommüll-Endlager Asse II hat die Aufmerksamkeit der Gesellschaft neu geweckt - die Versuche der Atomlobby, für ihre gewinnträchtigen Anlagen lange Laufzeiten durchzusetzen, tragen zu massivem Widerspruch bei. Mit der Klima-Diskussion ist die Auseinandersetzung um Energie auch für radikale Linke wieder zentraler Gegenstand der Politik geworden. Weiterlesen ...

Breaking News: TagX-Live Ticker oder "der schnellste Castor-Ticker" auf Twitter | Ticker aus Frankreich | Radio aus dem Wendland

Tageszusammenfassungen während der Aktionstage | Berichte, Bilder und Videos auf indymedia und wendland-net | Videos auf graswurzel.tv | Bilder auch auf goehrde und public X Viewing

Dieser Artikel wurde am 1. November 2008 um 17:03 Uhr veröffentlicht.

29. Oktober 2008

Spanien erneut wegen Folter am Pranger @ de

Wieder einmal wurde Spanien vor der UNO-Vollversammlung wegen der ständigen Folter angegriffen ( http://de.indymedia.org/2008/07/222381.shtml). Völlig unbegreiflich ist für die Folterexperten, dass sich Spanien weiter weigert, sogar die 4-10 Tage, die ein Mensch in völliger Kontaktsperre verbringen muss, weil er nach dem Anti-Terror-Gesetz verhaftet wurde, nicht lückenlos per Video aufgezeichnet wird. Insgesamt forderte der Sonderberichterstatter für Menschenrechte erneut, die Kontaktsperre abzuschaffen, weil sie die Folter erst ermöglicht ( http://www.heise.de/tp/r4/artikel/12/12359/1.html). Gestern wurden wieder vier Basken verhaftet, die derzeit durch die Hölle gehen dürften ( http://www.gara.net/paperezkoa/20081029/103845/es/Los-cuatro-detenidos-estarian--preparando-algo-segun-Rubalcaba). Ausnahmegesetze und Sondergerichte ( http://de.indymedia.org/2008/02/208365.shtml) würden dem Kampf gegen dem Terrorismus nur schaden.
Dieser Artikel wurde am 29. Oktober 2008 um 11:37 Uhr veröffentlicht.

28. Oktober 2008

Neue Linkspartei in Spanien? @ de

Am Sonntag ist der Chef der Vereinten Linken (IU) Spaniens zurückgetreten. Lange hatten Teile der Koalition Gaspar Llamazares aufgefordert, nach den Wahldebakeln ( http://de.indymedia.org/2008/03/210152.shtml) die „Koffer zu packen“ ( http://de.indymedia.org/2008/05/217256.shtml). Er selbst hat stets eine besondere Lesart seiner Debakel gezeigt und sieht auch heute noch keine Schuld bei sich am Scheitern der IU ( http://de.indymedia.org/2004/03/78459.shtml). Auf dem Regionalkongress der IU in der nordspanischen Region Asturien, wo seine Karriere einst begann, hat er den angekündigten Schritt umgesetzt. Nun schält sich heraus, dass er sein Projekt einer linksgrünen Partei, die an der Seite der Sozialisten (PSOE) unter seiner Führung agiert, nicht aufgibt. Deshalb bringt er die Neugründung einer Partei ins Gespräch.
Dieser Artikel wurde am 28. Oktober 2008 um 18:50 Uhr veröffentlicht.

27. Oktober 2008

[LIP]: informatik basics für alle @ ch

Im Rahmen der Veranstaltung "[LIP]: informatik basics für alle" werden im CSOA Molino und im denk:mal verschiedene Kurse angeboten.

Die Idee dahinter ist, eine Einführung in verschiedene grundlegende Informatik-Themen zu geben. Die Themen der Veranstaltungen decken viele Bereiche des alltäglichen Informatik-Gebrauchs ab. Auf die Verwendung von freier Software wird Wert gelegt. Die Kurse sind einfach gehalten und auf das Wesentliche beschränkt, es besteht jedoch auch die Möglichkeit, gewisse Themen vertieft anzuschauen. Der praktische Umgang soll nicht zu kurz kommen, weshalb das Mitbringen von (vorhandenen?) Laptops von Vorteil ist.

Die Kursreihe begann mit einer international besuchten Linux-Install-Party am 18. Oktober. Weitere Kurse können an folgenden Daten besucht werden:
1.11: gimp - freie Bildbearbeitung leicht gemacht | 15.11: Emails verschlüsseln mit GPG leicht gemacht | 29.11: SMS verschlüsseln mit Cryptosms leicht gemacht | 8.12: mehr als 6 Jahre Indymedia, mehr als 6 Jahre Open Posting
Dieser Artikel wurde am 27. Oktober 2008 um 19:44 Uhr von lip veröffentlicht.

Extern

02. 07. 2009

Die U-Bahn als Oper prometoys@22:30

15. 06. 2009

Scientology - Petition an die Sicherheitsdirektion Luzern IMC CH OtherPress@10:39

31. 03. 2009

Agri unter Ausnahmezustand IMC CH OtherPress@07:45

20. 03. 2009

AUFRUF- Solidaritaet mit den Rebellen von Chile IMC CH OtherPress@13:55

06. 03. 2009

Peter Hartz in der Radiokunst prometoys@10:50

06. 02. 2009

Die Kommunistin und die Kaiserin prometoys@02:20

18. 12. 2008

Up against the wall motherfuckers! We’ve come for what’s our IMC CH OtherPress@10:32

30. 10. 2008

Abzockerei? Schön wär’s! Dass es Reich und Arm gibt, hat System IMC CH OtherPress@17:28

Selva Squat anarchico IMC CH OtherPress@14:28

29. 10. 2008

Unmittelbar drohende Evakuierung des Selva Squat zu Lugano! IMC CH OtherPress@09:58

26. 10. 2008

SelvaSquat okupa in Lugano IMC CH OtherPress@13:58

29. 09. 2008

Reaktion auf die Anschläge gegen Treffpunkte von Randgruppen IMC CH OtherPress@22:32

27. 09. 2008

Neue Besetzung in Biel / Free Disco heute Abend! IMC CH OtherPress@18:47

25. 09. 2008

Dauerdemo gegen Zwang in der Psychiatrie seit dem 3. 9. 08 IMC CH OtherPress@17:28

07. 09. 2008

Oli Second: Album "Asphalt" jetzt erhältlich IMC CH OtherPress@16:27

25. 08. 2008

Was ich Samstags so treibe prometoys@19:00

01. 07. 2008

Luzern: Referendum gegen Wegweisungsartikel kam zu Stande IMC CH OtherPress@20:46

26. 06. 2008

- G8, la Diaz 'macelleria messicana' IMC CH OtherPress@00:39

21. 06. 2008

Inzestfall prometoys@16:34

"Indiana Jones, natürlich." prometoys@16:34

26. 05. 2008

Österreich: Razzias & Verhaftungen von Tierrechtler_innen IMC CH OtherPress@13:03

09. 05. 2008

Auch AJZ in Biel bedroht! IMC CH OtherPress@14:25

08. 05. 2008

Luzern: Statuen symbolisch weg gewiesen IMC CH OtherPress@11:02

02. 05. 2008

Fotoupload 05/2008 IMC CH OtherPress@09:59

28. 04. 2008

Luzerner Kantonsrat nimmt Wegweisungen in 2. Lesung an IMC CH OtherPress@11:51

08. 04. 2008

Was bei der Polizei so abgeht IMC CH OtherPress@22:17

27. 03. 2008

Fotos von Cargo Demo in Chiasso IMC CH OtherPress@14:16

11. 03. 2008

Der unentbehrliche Beamte IMC CH OtherPress@19:18

04. 03. 2008

Luzerner Kantonsrat stimmt WWA in erster Lesung zu IMC CH OtherPress@11:42

18. 02. 2008

Venezuela: ... Autonomous struggle from the ground up! IMC CH OtherPress@15:05

12. 02. 2008

Christophe Darbellay lügt... IMC CH OtherPress@18:08

09. 02. 2008

Sauvage in der Stadt Zug. IMC CH OtherPress@12:00

27. 01. 2008

Anschlag auf Waffenplatz Biere IMC CH OtherPress@22:05

21. 12. 2007

Für unseren Genosse Daniele IMC CH OtherPress@21:52

26. 11. 2007

Chouf-nüt-Tag BE und GE: „Mehr Herz, weniger Kommerz!“ IMC CH OtherPress@13:09